Buecherei_Rheurdt

 

Adresse: Kirchstraße 8,   47509 Rheurdt (Pfarrheim)

 

Ansprechpartnerin: Karin Troost


Öffnungszeiten:

 

donnerstags: 16.00 Uhr - 17.30 Uhr

sonntags:       10.00 Uhr - 12.00 Uhr   

 

 

Die Bücherei St. Nikolaus Rheurdt hat einen Bestand von 3800 Medien, unterteilt in:

  • Romane
  • Kinder- und Jugendbücher
  • Sachliteratur
  • Zeitschriften
  • Spiele
  • Kindervideos
  • CD -Roms

Besonders bei den Romanen und Kinderbüchern wird auf Aktualität geachtet.

Im Jahresverlauf finden verschiedene Veranstaltungen statt.

Weiterhin werden Autorenlesungen, vorrangig für die Grundschulkinder organisiert.

Für das erste und zweite Schuljahr der Grundschule finden regelmäßig Büchereiführungen, zum besseren Kennenlernen der Einrichtung, statt.


Das Büchereiteam freut sich über jeden neuen Interessenten!

Schau doch mal rein!

Buecherei_2_Rheurdt
 

Unsere Pfarrei St. Martinus in Zahlen

 

 

 

St. Antonius / Tönisberg:

1640

Katholiken (Stand: Januar 2012)

9

Taufen (im Jahr 2011)

11

Erstkommunionen (im Jahr 2012)

10

Firmungen (im Jahr 2011, 1 Jahrgang)

2

Eheschließungen (im Jahr 2011)

18

Bestattungen (im Jahr 2011)

 

St. Hubertus / Schaephuysen:

1207

Katholiken (Stand: Januar 2012)

7

Taufen (im Jahr 2011)

13

Erstkommunionen (im Jahr 2012)

6

Firmungen (im Jahr 2012, 1 Jahrgang)

0

Eheschließungen (im Jahr 2011)

14

Bestattungen (im Jahr 2011)

 

St. Nikolaus / Rheurdt:

2020

Katholiken (Stand: Januar 2012)

22

Taufen (im Jahr 2011)

24

Erstkommunionen (im Jahr 2012)

20

Firmungen (im Jahr 2011, 1 Jahrgang)

3

Eheschließungen (im Jahr 2011)

22

Bestattungen (im Jahr 2011)

 Fußfallstationen St. Antonius Tönisberg

 

Die sieben Fußfallstationen

 

Das Leiden und Sterben des Herrn zu betrachten und dabei entsprechende Gebete zu verrichten, ist eine Volksandacht, die schon in den alten christlichen Zeiten geübt wurde. Da es aber nur wenigen Christen möglich war, die heiligen Orte in Jerusalem zu besuchen, wählte man die Gräber der Märtyrer in den sieben Hauptkirchen von Rom. Dieser fromme Brauch verbreitete sich schnell. Weil aber die meisten Orte nicht über sieben Kirchen verfügten, errichtete man sieben Bildstöcke oder Fußfälle, vor denen man niederknien und beten konnte.

Die ersten sieben Fußfälle in Tönisberg stammen wahrscheinlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Henricus Slex, der von 1747 bis 1778 Pfarrer an St. Antonius war, kaufte 1748 von den Antonitermönchen eine Reliquie des Mönchsvaters Antonius und machte Tönisberg zu einem Wallfahrtsort. 1760 wurden bereits reitende Boten in die umliegenden Orte geschickt, die Plakate mit dem Aufruf zur Antonius-Wallfahrt an die Kirchentüren hefteten. Bei diesen Wallfahrten zogen die Pilger von Fußfall zu Fußfall und betrachteten das Leiden und Sterben Jesu.

Während der Besetzung der Rheinlande durch Napoleon 1794-1815 und der anschließenden Zugehörigkeit zu Preußen waren derartige Wallfahrten nicht erlaubt und so verfielen so nach und nach die Tönisberger Fußfälle.

Die alte Tradition wieder aufleben zu lassen, war Anliegen nicht nur der kath. Pfarrgemeinde. Da noch zwei alte Stationen und ein Heiligenhäuschen vorhanden waren, wurden nach und nach die fehlenden Stationen von Stiftern nachgebaut.


 

  1. Station

"Jesus wird zum Tode verurteilt"

gestiftet 1986 von der St. Antonius-Isidorus-Bruderschaft.

 

  1. Station

"Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern"

gestiftet 1994 vom Kirchenchor Cäcilia 1857.

 

  1. Station

"Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen"

die Station stammt noch aus dem 18. Jahrh., wurde aber modernisiert.

 

4. Station

 

 

                                     "Veronika reicht Jesus das Schweißtuch"

einzige, noch in ursprünglicher Form erhaltene Station, aus Feldbrandsteinen gebaut und weiß geschlämmt. Durch ein neues Dach wurde die Station vor Feuchtigkeit geschützt.

 

5. Station

 

"Jesus fällt unter dem Kreuz"

gestiftet 1995 von der Familie Furth.

 

                                                              6. Station

 

 "Jesus stirbt am Kreuz"

Ehemaliges Heiligenhäuschen, "Potte Jann" genannt, stand früher an der Bergstraße, Einmündung Windmühlenweg. Da diese Kreuzung in den 70er-Jahren ausgebaut wurde, versetzte man das Häuschen und baute es in wenig geänderter Form am Erprathsweg gegenüber der Schule wieder auf.

 

7. Station

 

 "Jesus wird in das Grab gelegt"

gestiftet 1987 von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Tönisberg.

 

Alle Tonreliefs - ausgenommen im Heiligenhäuschen - stammen im Entwurf und in der Ausführung von der damals in Tönisberg arbeitenden Keramikerin Anneliese Langenbach.

Seit 1995 gehen Tönisberger Christen am Karfreitag diesen traditionellen Kreuzweg und betrachten hierbei das Leiden und Sterben Jesu.

Auch Sie sind zu diesem Kreuzweg am Nachmittag des Karfreitags eingeladen.

Die Zeiten entnehmen Sie bitte den Medien.

 

 

 

 

Die Geschichte der Pfarrgemeinde St. Antonius Tönisberg

 

Das Gebiet des heutigen Dorfes Tönisberg gehörte im 14. Jahrhundert zur Vogtei Geldern. Es lag am südöstlichsten Zipfel der Vogtei und war Grenzdorf zur Grafschaft Mörs und zum kurkölnischen Amt Kempen. Dem Schutz der Grenze dienten die drei Wasserburgen Erprath, Padenberg und Op den Bergh (Seemannshof). In der Nähe dieser Rittersitze siedelten Bauern und Handwerker.

 

Verwaltungsmäßig war die Vogtei in Honschaften aufgeteilt. Zur Honschaft Stenden gehörte der Bereich östlich der heutigen Bergstraße/Vluyner Straße, zur Honschaft Schaephuysen der westliche. In der Nähe dieser Grenze, etwa vor der heutigen Pfarrkirche, stand schon um 1300 eine Kapelle, die dem heiligen Antonius (Mönchsvater) geweiht war. Durch die Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1437 erfahren wir, dass in der Kapelle "am Ryckendael" oder "Ryckendoir" Altäre zu Ehren des hl. Antonius und des hl. Cornelius standen. Die Kapelle wies aber keinen Unterhalt für einen Geistlichen aus, so dass die Bewohner unserer Gegend ihre christlichen Pflichten, wie Besuch des sonntäglichen Gottesdienstes, den Empfang der Sakramente und Beerdigungen nur in der Pfarrkirche Aldekerk erfüllen konnten. 1439 schenkte Herzog Arnold von Geldern der Kapelle 60 Morgen Land zwischen ter Niepen- und Selsterhof. Mit den Erträgen konnte ein geistlicher Rektor angestellt werden, der gehalten ist, " an den Sonntagen in der Kapelle eine Lesemesse zu halten, anstelle des Pfarrers das Weihwasser zu segnen, das Volk damit zu besprengen, die hl. Lesung zu erklären." Ebenso durfte der Rektor jeden Mittwoch und an Wochenfeiertagen die hl. Messe lesen, jedoch nicht an bestimmten hohen Festtagen. Zu diesen Festen mussten die Gläubigen weiterhin zur Mutterkirche in Aldekerk und ebenso zu Taufen, Trauungen, Beerdigungen und den Empfang der hl. Kommunion. Um die Kapelle des "Sanct Antonius am Berghe" entwickelte sich ein Dorf, das man später auch St. Antoniusberg - St. Toenisberg - Tönisberg nannte.

 

Der Weg zur Mutterkirche Aldekerk war aber weit und besonders in unsicheren Kriegszeiten gefährlich. Noch immer starben Gläubige ohne den Empfang der Letzten Ölung und Kinder starben ungetauft. Nach mehrmaligen Beschwerden der Tönisberger und auf Druck des Geldrischen Herzogs war Pastor Joachim van Gelre endlich bereit, St. Antonius Tönisberg zur selbständigen Pfarre zu benennen.

In der Urkunde von 1529 zieht er die Pfarrgrenze "von den beiden Slexhöfen (am Haag) und fährt quer über den Berg bis zu dem Hofe ter Schüren (Lind) und weiter bis nach Kiekhorst (Leyenburg) mitten im Feld." Die neue Pfarre hat etwa 300 Kommunikanten. Im Jahr 1537 beginnen nun die Tönisberger Pfarrangehörigen, eine Kirche mit Kirchhof zu bauen. Hierzu bekommen sie von Herzog Carl nochmals eine Stiftung von 6 Morgen Land. Erster Pfarrer wurde Vikar Johann Mell oder Mellen.

Die 1537 erbaute barocke Pfarrkirche stand an derselben Stelle, an der die heutige Kirche steht. Sie war für die Gemeinde zu klein geworden, sodass Pfarrer Dr. Laakmann sie 1893 abreißen ließ und an der gleichen Stelle die heutige Kirche baute. 1979 feierte die Pfarrgemeinde ihr 450-jähriges Jubiläum zusammen mit einem Jubiläumsschützenfest der St. Antonius-Isidorus-Bruderschaft. In seiner langen Geschichte verabschiedete die Gemeinde im September 2005 Pfarrer Alois Bimczok, der 25. Pfarrer an St. Antonius. Bis dahin haben alle Pfarrer im Pfarrhaus am Ort gewohnt. Am 1. Oktober 2005 wurde Pfarrer Norbert Derrix eingeführt. Er ist Seelsorger für die Pfarreien-Gemeinschaft St. Nikolaus Rheurdt, St. Hubertus Schaephuysen und St. Antonius Tönisberg. Da die Gemeinde das Pfarrhaus in Tönisberg nicht mehr benötigte, wurde es im März 2006 verkauft.  

Zum Pfarrjubiläum ist eine Broschüre von Hans Krudewig erschienen mit dem Titel: "450 Jahre Pfarre St. Antonius Tönisberg". Zu Einzelheiten kann der Verfasser Auskunft geben.

 

                Ausschnitt aus einer Handzeichnung des Geometers Adam Blum

"Ort und Umgebung St. Antonius am Berghe" von 1724.

Unten rechts die alte Kirche und dem sie umgebenden Kirchhof

und oben die Wasserburg Padenberg.

 

 

Am Fronleichnamstag (7. Juni) 2012 wurde die Pfarrgemeinde St. Antonius Tönisberg gemeinsam mit St. Hubertus Schaephuysen und St. Nikolaus Rheurdt zur neuen Pfarrei St. Martinus zusammen gelegt.

 

 

 

 

Die Geschichte der Pfarrgemeinde St. Hubertus


 

 

Die heutigen Pfarreien Rheurdt und Schaephuysen waren ursprünglich Kapellengemeinden der Mutterkirche Aldekerk. Über den Bau der ersten Kapelle in Schaephuysen gibt es keine schriftlichen Überlieferungen. Aus einer Urkunde im Jahre 1595 geht aber hervor, daß die "Hubertuskapelle" in Schaephuysen in diesem Jahr schon hundert Jahre alt war, daß sie also vor 1495 bestand.


Zu dieser Zeit gehörte fast das gesamte Niederrheingebiet zum Erzbistum Köln. In seiner Eigenschaft als Archidiakon nahm aber faktisch der Propst des Xantener Victor-Stifts die bischöfliche Funktion wahr.

 

Besonders nachteilig wirkte sich die Zugehörigkeit zur Pfarre Aldekerk dadurch aus, dass Heiraten, Taufen und Beerdigungen in Aldekerk stattfinden und dort auch die Sonntagsmessen besucht werden mußten. In der Schaephuysener Kapelle wurden ursprünglich nur drei Werktagsmessen gelesen. Wegen der weiten und schlechten Wege war es älteren Leuten, Frauen und Kindern -besonders im Winter- oft nicht möglich, den Sonntagsgottesdienst in Aldekerk zu besuchen. Eine Erleichterung war es daher, als dne Schaephuysenern 1626 gestattet wurde, auch sonntags eine Messe in ihrer Kapelle lesen zu lassen. Ausgenommen davon waren jedoch bestimmte hohe Feiertage.

 

Als Rheurdt 1718 von Aldekerk getrennt und zu einer selbständigen Pfarre erhoben wurde, setzten auch in Schaephuysen Bestrebungen ein, selbstständige Pfarre zu werden.

 

Auf Grund einer Bittschrift erlaubte der (zu dieser Zeit zuständige) Bischof von Roermond im Jahre 1724 "den Bittstellern von Schaephuysen, dass sie aus uns bewegenden Gründen an allen Sonn- und Feiertage ohne Ausnahme in ihrer Kapelle eine hl. Messe haben, aber mit der Bedingung, daß während derselben gepredigt wird. Sonst aber sollen sie noch zuständig sein bei ihrem Pastor von Aldekerk. Wie sie aber nicht imstande sind, einen eigenen Pastor zu unterhalten, so geben wir dem Pastor von Rheurdt die Erlaubnis zu binieren mit der Pflicht zu predigen in der hl. Messe."

 

Erst nach über achtzigjährigen Bemühungen, Eingaben und Vorsprachen beim Bischof wurde Schaephuysen im Mai des Jahres 1804 zur selbständigen Pfarre erhoben. Demnach konnte die Pfarrgemeinde im Jahr 2004 ihr 200-jähriges Jubiläum feiern!

 

Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde 1821 Schaephuysen zusammen mit den nördlichen Teilen des Niederrheins dem Bistum Münster zugeordnet. Auf Wunsch des preußischen Staates waren niederländische und deutsche Gebiete nunmehr nicht nur politisch, sondern mit dieser Neuordnung auch kirchlich voneinander getrennt.

 

Zum 200-jährigen Jubiläum der Pfarrgemeinde ist im "Geldrischen Heimatkalender" ein ausführlicherer Bericht (1,75MB) von Herrn Mäschig erschienen, der mit dem folgenden Link geöffnet werden kann:

 


Text erstellt aus Unterlagen von Theo Mäschig

 

Am Fronleichnamstag (7. Juni) 2012 wurde die Pfarrgemeinde St. Hubertus Schaephuysen gemeinsam mit St. Antonius Tönisberg und St. Nikolaus Rheurdt zur neuen Pfarrei St. Martinus zusammen gelegt.

 

 

 

In Kürze anstehende Termine: