Ansprechpartner:                 Pfarrbüro in Rheurdt, Tel.: (0 28 45) 65 40

Zielgruppe:                          Treffpunkt verschiedener Gruppen

 

Das Pfarrheim wurde 1953 erbaut und durch Domkapitular Jansen aus Wesel, zunächst als Jugendheim eingeweiht. Pastor Bock und Kaplan Strutz standen damals viele Jugendliche und Erwachsene mit ihrem Rat und ihrer Arbeitskraft zur Seite, um dieses Haus in Eigenleistung zu errichten. Eine fruchtbare Jugendarbeit bekam so ihr Haus.

1967 wurde ein Anbau notwendig: so enstand durch bauliche Erweiterungen eine Dienstwohnung, zudem wurde die kath. Bücherei aufgenommen.

Im April 1990 stand dann ein weiterer größerer Umbau an, der durch Pastor Kanders eingeweiht wurde.

Dieses Haus bietet nun als Pfarrheim allen kirchlichen Vereinen und Organisationen die Möglichkeit, ihre Versammlungen, Tagungen, Proben usw. sowie die Bildungsarbeit durchzuführen.

So ist das Pfarrheim ein wichtiger Treffpunkt in unserer lebendigen Gemeinde.

 

Im Erdgeschoss befindet sich der große Saal, angebunden ist hier eine kleine Küche.

 


Das Obergeschoss bietet Platz für zwei Gruppenräume.

 

 

Das Pfarrheim in Schaephuysen

 

  Pastoratsstraße 1


  Ansprechpartnerin: 

  Frau Resi Sievers,

  Pfarrbüro, Tel. (0 28 45) 64 10

 

  In unserem Pfarrheim treffen sich

  verschiedene Gruppen unserer

  Pfarrgemeinden. Es finden auch

  diverse Veranstaltungen statt,

  z. B. Patronatsfest und Buchausstellung.

 

Da das evangelische Gemeindezentrum an der Bergstraße in Schaephuysen baufällig geworden

war, wurde im evanglischen Presbyterium über Alternativen nachgedacht, um den Standort in Schaephuysen zu erhalten.
So hat seit Dezember 2002 nun die evangelische Kirchengemeinde in unserem Pfarrheim ein neu-

es Zuhause gefunden: Sie feiert hier ihre Sonntagsgottesdienste und Taufen; und die entsprechen-

den Gruppen treffen sich auch in diesen Räumlichkeiten. Besondere Gottesdienste, z. B. an den Hochfesten und bei Trauungen, finden in unserer Kirche statt.

Pfarrheim Tönisberg


 

 

Viele kennen das Pfarrheim von seiner "öffentlichen Seite". Durch die Vorstellungen der Bretterbühne, den Lepra Basar des Mount Rosary Projekts oder dem Frühstück der Frauen. Dies sind nur einige Beispiele, für die das Pfarrheim hauptsächlich genutzt wird.

 

Was viele aber nicht wissen, ist, dass das Pfarrheim auch für private Feiern gemietet werden kann.

 

Wir haben z. B. letztes Jahr beschlossen, mit mehreren Familien zusammen Silvester zu feiern. Schnell kamen wir auf über 30 Personen. So eine Feier konnte jedoch keiner mehr zu Hause durchführen. Wir haben dann das Pfarrheim gemietet, denn da war alles was wir brauchten. Viel Platz, eine toll eingerichtete Küche und Toilettenanlagen. So mussten wir nicht mehr alles heranschaffen. Jeder hat was zu Essen und zu Trinken mitgebracht. Da kam schnell ein schönes Buffet zusammen. Durch die zwei großen Räume im Pfarrheim konnten die vielen Kinder (14) ungestört von den Eltern feiern. Für die Kleinen war genug Platz um zu Toben, Spielen oder auf dem mitgebrachten Beamer einen Film zu schauen. Die Erwachsenen konnten entspannt die Silvesternacht genießen. Nach dem gemeinsamen Feuerwerk war dann gegen 2.30 Uhr erst mal Schluss. Am nächsten Morgen wurde dann nach einem kleinen Frühstück, gemeinschaftlich aufgeräumt. Gegen Mittag hat sich die Versammlung aufgelöst und der Neujahrstag klang im familiären Kreis aus.

 

Im Mietpreis inbegriffen sind alle Räume und Einrichtungsgegenstände des Pfarrheims.

 

  

Das Pfarrheim verfügt über zwei helle große Räume. Der kleinere Raum ist mit Tischen und Stühlen für ca. 40 Personen bestückt. Im größeren Raum können Veranstaltungen für bis zu 100 Personen abgehalten werden.

 

Die Küche verfügt über eine große Kaffeemaschine, einen großen Kühlschrank, eine Spülmaschine und ausreichend Besteck, Gläser und Geschirr.

Außerdem gibt es einen großen Vorraum und Toilettenanlagen für Damen und Herren.

 

Das Pfarrheim kann für (mehrere) ganze- oder halbe Tage gemietet werden. Man kann auch nur einen der beiden Räume mieten. Dabei gibt es keine zeitliche Begrenzung wie lange die Veranstaltung dauern darf. Es sollte nur gewährleistet sein, dass die Anwohner nach 22.00 Uhr nicht belästigt werden.

 

Wer also größere private Veranstaltungen plant und eine Alternative zu einer Kneipe/Restaurant sucht, ist im Pfarrheim gut aufgehoben.

 

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich im Pfarrbüro Tönisberg.

 

(Herbert Pöhlmann)

 

 

 

 

Die St.-Quirinus-Kapelle in Finkenberg

 

 

In der zu Schaephuysen gehörenden Bauernschaft Finkenberg bestand schon um 1550 eine dem Hl. Quirinus geweihte Kapelle. Da sie durch kriegerische Einflüsse sehr gelitten hatte, ent-schlossen sich die Kapellen-Nachbarn mit dem damals für die Kapelle zuständigen Geistlichen, dem Rektor Johann Wilhelm Simons aus Rheurdt, im Jahre 1714 zu einem Neubau.

 

In den am 26. Februar 1714 festgelegten Bedingungen für den Neubau hieß es:

"Die Kapelle soll 40 Fuß lang und 17 1/2 Fuß breit sein, alles Binnenmaß. Die Höhe der Kapelle über der Erde ist 15 Fuß. So hoch soll also das Mauerwerk sein, das mit einer schönen Leiste blau und weiß abgesetzt wird. Das Fundament soll so tief gelegt werden, wie der Grund es leiden kann. In der Erde soll man 2 Steine gebrauchen und rundum über der Erde einen Stein. Vorne soll der Giebel in der Weise gemacht werden, wie an der Kapelle von Rheurdt, aber nach dem Verhältnis von der ganzen Kapelle. Hinten soll die Kapelle mit einem egalen Giebel hochgezogen werden und anderthalb Steine darüber der Söller, der vorne mit einem Stein über die Dachziegel hervorragt. In dem Giebel soll ein Loch im Mauerwerk sein, in welches man zwei Türen hängen kann. Über der Tür soll ein schönes ovales Fensterloch gelassen werden, ebenso auch im Söller, aber etwas kleiner. An den Seiten soll man 4 Fenster lassen, nämlich auf jeder Seite 2, nach dem Verhältnis des ganzen Werkes, wie dem Maurer auch noch besonders angegeben wird. Von außen sollen die Mauern gut in Kalk und Kreuzverband gemauert werden und nett in weiß ausgefugt sein."

 

Als Fertigstellungstermin wurde der 24. oder 25. April des gleichen Jahres bestimmt mindestens aber zu Maiabend, sodass an diesem Tage darin die hl. Messe gelesen werden kann". Den Handwerkern blieben also nur knapp zwei Monate Zeit, um die Kapelle zu erbauen. Die Baukosten beliefen sich auf 1.052 Gulden, die Einnahmen aus einem aufgenommenen Kapital, aus Spenden usw. betrugen 455 Gulden, sodass ein Defizit von 597 Gulden verblieb, um dessen Tilgung man sich in den nächsten Jahren bemühte.

 

Das Quirinusfest wurde schon seit alter Zeit am 30. April feierlich begangen. Man nannte es "Mayavend". Dann hielt ein fremder Geistlicher die Frühmesse, der Rektor aber ein feierliches Amt mit Predigt. Zu diesem Fest kamen die Bewohner der ganzen Um-gegend gerne nach Finkenberg. Nach dem Hochamt begann die Finkenberger Kirmes, die aber auf den wenigen Bauernhöfen still verlief und mehr ein Familienfest und ein Verwandtentreffen war.

Der 30. April fiel manchmal auch auf den Freitag oder Samstag. Da das für die Festfeier ungünstig war, gab die Bischöfliche Behörde im Jahre 1886 dem Wunsch der Finkenberger statt, das Fest des Hl. Quirinus immer am ersten Montag im Mai feiern zu dürfen.

 

Die Quirinusfeier am 30. April hat folgenden Hintergrund:

im Jahre 1049 wurde Bruno, ein Verwandter des damals regierenden Kaisers Heinrich, zum Papst gewählt; er nahm den Namen Leo IX. an. Seine Schwester war Öbtissin in einem adeligen Damenstifi in Neuss. Sie unternahm im Jahre 1050 eine Wallfahrt nach Rom. Dabei bat sie ihren päpstlichen Bruder um Reliquien für ihr Kloster. Der Papst schenkte ihr Reliquien des HI. Quirinus zur Verehrung in Neuss. Am 30. April kam sie mit ihrem kostbaren Schatz in Neuss an, wo die Reliquien in feierlicher Prozession in die Kirche überführt wurden. Seit dieser Zeit wird der Hl. Qurinus in Neuss besonders verehrt.

 

Diese Verehrung fand aber auch in der Erzdiözese Köln - wozu das Gelderland damals gehörte - eine große Verbreitung, so daß auch die Bewohner von Finkenberg bei der Errichtung ihrer ersten Kapelle den Hl. Quirinus als ihren Patron erwählten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem Wandschränkchen links vom

Altar wird eine Reliquie des Hl. Quirinus aufbewahrt.

Daneben ist Quirinus in römischer

Rüstung und der Uniform eines Tribuns dargestellt.

In den Kapellenrechnungen ist diese

Figur schon 1735 anlässlich einer

Renovierung erwähnt.

 

Ihm gegenüber auf der anderen Seite befindet sich eine Madonna mit Kind, die 1741 bereits in den Rechnungen genannt wird, als sie ein neues Kleid erhielt. Etwas weiter an der gleichen Wand sieht man eine schlichte Muttergottesfigur aus Eichenholz, die früher in einer Nische an der Hinterfront der Kapelle stand. Da sie dort durch Witterungseinflüsse sehr gelitten hatte, wurde sie restauriert und in die Kapelle verbracht.

 

Um die Feuchtigkeit aus der Kapelle fernzuhalten, wurde sie im Jahre 1916 verputzt und hat dadurch ihren urspranglichen Charakter als Backsteingebäude verloren. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das Bild des Hl. Quirinus als römischer Hauptmann - er wurde wegen seines Bekenntnisses zum Christentum ent-hauptet - an der Vorderfront angebracht.

 

Die Finkenberger Kapelle gehörte früher - wie auch die Hubertus-kirche in Schaephuysen - zur Pfarre Aldekerk. Seit der Schaep-huysener Pfarrerhebung im Jahre 1804 gehören Finkenberg und Saelhuysen zum Pfarrbezirk Schaephuysen und seit dem 7. Juni 2012 zur Pfarrei St. Martinus.

 

In den letzten Jahren ist sie grundlegend renoviert worden und wurde dadurch wieder zu einem Kleinod in der niederrheinischen Landschaft.

 

 

Text: Theo Mäschig, 1996

 

 

 

 

 

Das Wegekreuz am Hof Schüren in Lind

 

 

Das Kreuz markierte seinerzeit die Grenze der 1529 von der Mutterpfarre abgetrennten Pfarre St. Antonius Tönisberg. Die Grenze wurde damals gezogen von Stenden über den Berg bis zum Hof ter Schüren (Herwix) in Lind und weiter bis Kiekhorst (Leyenburg). Das Wegkreuz stand an der Einfahrt zu den Höfen Niepmans und Dams/Gartz und dokumentiert dann seit 1808 den Verlauf der Grenze zwischen der neuen Pfarrgemeinde Schaephuysen und der Altgemeinde Tönisberg. Während der Hof Niepmans zur Pfarre St. Hubertus gehörte, war der Hof Dams/Gartz St. Antonius zugeordnet. Beide Höfe wurden 1960 wegen des geplanten Autobahnverlaufes abgebrochen, obwohl der endgültige Bau der A40 später weiter südlich erfolgte. Das Wegekreuz wurde von der Familie Schüren, die den Hof in der Nachbarschaft bewirtschaftet, restauriert und an der Hofzufahrt aufgestellt.

 

Quellen: Theo Mäschig, Das Wegekreuz an der Zufahrt zum Hof Schüren in Lind,

            Tönisberger Heimatblätter, Heft 7

 

 

 

 

Das Wegekreuz am Hoevelshof (Beelen) in Lind

 

 

 

 

Im Pfarrarchiv befindet sich das Testament von "kerkemeester en aermendienar jacobus hoevels an´t lend" aus dem Jahr 1775 bzw, 1777. In dieser Urkunde heißt es u.a:

 

  1. Ich übergebe meine Seele der Barmherzigkeit Gottes. Mein Leib soll in die geweihte Erde des Kirchhofes von Tönisberg gelegt werden. usw.
  2. Die beiden Kreuze, die meine Frau Engel in ihrer Not gelobt hat, sollen vor meinem Hof aufgestellt werden und ewig in Ordnung gehalten werden.

Von den beiden Kreuzen, die nach dem letzten Willen von Jacobus Hoevels vor dessen Hof aufgestellt werden sollten, ist heute nur noch eines vorhanden. Dem Wunsche des Erblassers, es ewig in Ordnung zu halten, haben die jeweiligen Hofbesitzer entsprochen. Kreuz und Korpus sind in den über 200 Jahren mehrmals restauriert oder erneuert worden.

 

Quellen: Theo Mäschig, Das Wegkreuz am Hoevelshof (Beelen) in Lind,

               Tönisberger Heimatblätter, Heft 8.

 

 

In Kürze anstehende Termine: