DSC 2148 1aIm Rahmen der Aktion "Am 8. um 8" hatte die St. Sebastianus-Bruderschaft Lind zu einer Kapellentour mit dem Fahrrad eingeladen. Zur Freude der Organisatoren hatte sich vor dem Pfarrheim in Schaephuysen eine große Teilnehmerschar eingefunden, die sich am Samstag, dem 8. Juli, pünktlich um 8.00 Uhr auf den Weg zu fünf Stationen machte, an denen die Geschichte der Wegekreuze oder der Kapellen (die eigentlich Heiligenhäuschen sind) erläutert, sowie gesungen und gebetet wurde.

Nach kurzer Fahrt war die erste Station, das Wegkreuz bei Schüren in Lind, erreicht. Hier erläuterte Theo Mäschig, der schon zahlreiche Beiträge zur Geschichte unserer Gemeinde verfasste, die wechselvolle Geschichte des Kreuzes und seine Bedeutung als frühere Pfarrgrenze zwischen Schaephuysen und Tönisberg.

DSCN7314 1aAn der 2. Station am Hause der Familie Hoesemans war es Willi Hoesemans, der berichtete, wie es zum Bau der Marienkapelle durch seinen Vater nach dessen Eintritt in den Ruhestand 1987 kam.

Wesentlich länger steht dagegen das Hofkreuz am Hoevelshof (Beelen), das seit mehr als 200 Jahren an das Vermächtnis seines Stifters erinnert, der 1776 in seinem Testament festlegte, das Kreuz "vor dem Hof aufzustellen und ewig in Ordnung zu halten".DSCN7327 1a

DSCN7332 1aBei der Petruskapelle ging es noch ein Stück weiter zurück in die Geschichte. So nimmt man an, dass es vor der jetzigen "Kapelle" schon einige Vorgängerbauten gab, denn in unmittelbarer Nähe standen bereits im 14. Jahrhundert zwei Höfe. Das heutige Aussehen erhielt die Kapelle im Jahre 1930, als sie restauriert und zu einem Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Bruderschaft Lind hergerichtet wurde.

Besonders gefreut haben dürften sich die Teilnehmer an dieser Station darüber, dass sie nicht nur die Kopie der Petrusfigur, sondern die wertvolle Figur im Original betrachten konnten, laut Gutachten eine Arbeit der Kalkarer Schnitzschule aus der Zeit um 1500.DSCN7336 1a

Das letzte Wegstück führte dann zur St. Martinus-Kapelle am Pannenbecker Weg in Tönisberg. Sie wurde im Jahre 2015 erbaut und dem Hl. Martin geweiht, nachdem die Pfarren von Rheurdt, Schaephuysen und Tönisberg zur St. Martinus-Pfarre fusionierten.

Nach dieser Radtour und "Reise" in die Geschichte unserer Wegkreuze und Heiligenhäuschen konnten sich die Teilnehmer ausgiebig bei einem gemeinsamen Frühstück stärken.

In Kürze anstehende Termine: