Kevelaer17kerze„Warum braucht Gott das Ja einer Frau, die einwilligt zu gebären, um seinen Sohn auf die Erde zu schicken? Jesus hätte ja auch von einer Wolke herunter schweben oder aus dem See Genezareth auftauchen können. Das wäre außerdem viel spektakulärer gewesen als eine normale Geburt!“

Hieß es zu Anfang der Wallfahrtsmesse in Kevelaer. Gott möchte Mensch sein mit allem drum und dran. Er wird wie jeder andere Mensch geboren. Maria litt Schmerzen, wie jede andere Frau, bei der Geburt.

Jesus kam als einfacher Mensch zur Welt, nicht als König oder privilegierte Person. Er hätte auch ein Mädchen sein können. Wobei ich glaube, dass sie es dann sehr schwer gehabt hätte in der damaligen Zeit. Doch wer weiß das schon?

Jesus wurde Mensch. Hilfebedürftiges Baby, dann Kind, das zur Mutter läuft, wenn es Trost braucht, und schließlich Erwachsener.

Jesus wurde Mensch.kevelaer17messe

 Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“ (Phil 2,6 ff)

Jesus lehrt seinen Jüngern, den einfachen Menschen, die frohe Brotschaft Gottes. Er sitzt mit ihnen zu Tisch, geht mit ihnen ein Stück ihres Lebensweges, seines Lebensweges.

„Maria, ahntest du … dass dein Sohn einmal wie ein Schwerverbrecher behandelt wird und gekreuzigt wird?

Sagte doch der Engel zu Maria: „Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.“ (Lk 1,32-33)

Dies hört sich doch alles andere an, als Verfolgung, Folter und Kreuzestod. Wir gedenken des letzten Weges Jesu im Gebet des Kreuzweges mit seinen 14 Stationen, die menschlich gesehen, unmenschlich sind.

Und Maria? Sie ging den Weg mit. Sie litt unsäglichen Schmerz, wie eine Mutter nur Schmerzen ertragen kann, die ihren geliebten Sohn, so sterben seheKevelaer17Fam.Gruppen muss und zu Grabe tragen muss. Doch sie glaubt, dass dies nicht das Ende ist. Ihr Glaube ist Trost für sie. „Denn für Gott ist nichts unmöglich.“ (Lk 1,37).

Jesus wurde Mensch, so wie DU. Jesus ist in DIR, sei Mensch!Kevelaer17kreuzwegKevelaer17Fußgruppe

Gemeinsam machten wir uns am 20. August in unterschiedlichen Gruppen auf den Weg nach Kevelaer. Als Fußgänger, Roller- oder Bollerwagenfahrer, als Radfahrer oder Autofahrer. So, wie es jeder für sich entschied und konnte. Maria im Blick, die mit Jesus ging.

Den Kreuzweg beteten wir im Priestergarten. Man musste sich nähern, um diesen Kreuzweg zu gehen, denn er ist schmal und liegt zwischen einer Mauer und einer Hecke. So konnten wir aus Marias Sicht den letzten Weg mit Jesus gehen – ganz nah. Hier ein herzliches Dankeschön, an die spontanen Vorbeter(innen) und den Anwesenden, für das Erlernen eines neuen Liedes, welches zu Beginn jeder Station erklang. Kevelaer17Radgruppe

Vielen Dank an Marion und Antonio, die für den Kaffee, den Kakao usw. im Petrus-Canisius-Haus gesorgt haben. Ein Dankeschön an die Begleiter der einzelnen Pilger-Gruppen und an die Gruppe SilPro.

Vielen Dank, dass so viele Pilger dem Aufruf zur Wallfahrt gefolgt waren. Der päpstliche Segen, der von einem Weihbischof aus München auf dem Kapellenplatz erteilt wurde, möge uns in unserem Leben stärken.

Das tägliche Gebet, mag es auch noch so klein sein, stärke unseren Glauben und unseren Lebensweg mit Gott.

Barbara Kopal

Mitglied des Liturgie-Ausschusses St. Martinus Rheurdt

Text: B. Kopal / Bilder: Norbert Sievers

In Kürze anstehende Termine: