P1150764Besinnlichkeit, ein gutes Auskommen/Einkommen, Friede auf Erden? Da sind wir doch nicht weit entfernt von den Menschen zur Zeit der Geburt Jesu. Sicherlich ist alles schnelllebiger geworden. Doch der Mensch war auf sein eigenes Leben, vielleicht noch auf das der Familie, fixiert.

Damals weissagten schon die Propheten, dass da einer käme, der alles verändern würde. Natürlich zum Wohl der Menschen. Und dann hören die Hirten auf dem Feld:

„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.

 Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“ (Lukas 2, 11-12)

… und sie fanden das Kind bei Maria und Josef in einer Krippe liegen, ärmlich in einem Stall.

 

Sollte das der Retter sein?

 

Wo ist seine Machtvolle Ausstrahlung, die eines Königs gleich?

 

Als Jesus später zu den Leuten über Johannes den Täufer redete, fragte er sie:

„ Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?

Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Siehe, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige.

Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: sogar mehr als einen Propheten.

 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bahnen wird.“ (Matthäus 11, 7 – 10)

Und wen erwarten wir? Einen Guru in weiß gekleidet, der all unsere Sorgen nimmt? Einen, der unser Leben bequem macht und uns vor Krankheit und Tod schützt? Eine Organisation, die mir mein Seelenheil garantiert, wenn ich ein, zwei Mal den Gottesdienst besuche und immer pünktlich meine Spenden, gegen Spendenquittung selbstverständlich, zahle? Und wenn ich „es“ bei dieser Organisation nicht bekomme, meckere ich herum und gehe zur nächsten?

Schon zu Jesu Lebzeiten konnte man es den Menschen nicht recht machen, bzw. waren die Menschen mit Dingen beschäftigt, die ein Zuhören, Hinsehen nicht ermöglichten.

„Mit wem soll ich die Menschen von heute vergleichen? Sie sind wie die Kinder, die auf dem Marktplatz spielen. Die einen werfen den anderen vor: „Wir haben euch Hochzeitslieder gespielt, aber ihr habt nicht getanzt. Wir haben euch Trauerlieder gesungen, aber ihr habt nicht geweint.“ Johannes fastete, und die Leute sagten: „Er ist von einem bösen Geist besessen.“ Der Menschensohn isst und trinkt, und sie sagen: „Seht ihn euch an, diesen Vielfraß und Säufer, diesen Kumpan der Zolleinnehmer und Sünder!“ Aber die Weisheit Gottes wird bestätigt durch die Taten, die sie vollbringt.“ (Matthäus 11, 16- 19)

 

Also! Was wollt Ihr?

 

Eine Kirche, die immer da ist, wenn Ihr sie benötigt, Traditionen – oder doch eine Gemeinschaft, wo Ihr mitwirken könnt, wo Ihr merkt, Gott ist unter uns und lebt in jedem von uns. Eine neue Kirche, die von den Alten lernt aber auch Neues zulässt.

 

Wen sucht Ihr? Wen suche ich?

 

Ein Kind in Windeln gewickelt in einer Krippe liegend. Ein Kind, das noch den Schutz der Eltern benötigt, dass Trost sucht und Geborgenheit. Ein Kind, das Fragen hat und wenig Antworten. Ein Kind, das Ja zum Leben sagt. Kein Wunderkind, ein Menschenkind, das auch die Windeln voll macht.

Dieses Kind ist zu uns gekommen. Dieses Kind wollte einen Platz in unserem Leben einnehmen. Dieses Kind will es heute auch noch - Mal als geselligkeitsliebender Geselle, mal als Tröster und Mittrauernder - einfach als Jesus Christus – unser Begleiter.

Lasst uns Kirche (Kind) sein. Werdet auch im kommenden Jahr nicht müde mit IHM zu leben. Bringt Euch ein und findet das Kind in Euch und lasst es leben in Wort und in Tat, denn Ihr seid Gottes Kinder.

 

Gott sei Dank (darum feiern wir Weihnachten) und ein gesegnetes Neues Jahr!

wünscht im Namen des Pfarreirates

Barbara Kopal

Schriftführerin

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