1.Vorwort des Trägers

Sie halten die Konzeption der kath. Kindertageseinrichtung St. Hubertus in den Händen.

Wer sich mit Kindergärten und deren Entwicklungen in der letzten Zeit beschäftigt hat, weiß, dass solche Konzeptionen immer nur vorläufig sein können. Sie beinhalten immer das Ergebnis einer Entwicklungszeit bis zum Herausgabedatum, um sich dann mit dem Festgehaltenen weiter zu beschäftigen. So auch die Konzeption unseres Kindergartens. Sie hat allerdings deutliche Entwicklungsschritte hinter sich und will auch ein kurzes Innehalten sein, um weitere Schritte in Angriff zu nehmen.

Die Kindertageseirichtung St. Hubertus ist ein Kindergarten, der mit gruppenübergreifenden Aktivitäten situationsorientiert arbeitet.

Kinder gehen ihren Neigungen nach und werden dementsprechend gefördert. Dabei ist es die Kunst der Erzieherin, die Kinder ihrer Gruppe, aber auch die der ganzen Einrichtung im Blick zu behalten, sich in gemeinsamen Gesprächen teamgemäß auszutauschen um nach der Besprechung mit jedem einzelnen Kind den nächsten Schritt zu gehen. Das erfordert von den Erzieherinnen höchste Aufmerksamkeit und Empathie.

Es ist im Sinne des Trägers, dass das Wohl des Kindes im Einklang mit dem Elternhaus und den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes steht. Dabei soll das Kind mit seiner Individualität im Mittelpunkt stehen: ein Kindergarten in katholischer Trägerschaft ist nicht nur Verwahrstätte!

Wir haben als christliche Einrichtung die Aufgabe, diese für uns grundlegenden Werte weiterzugeben, aber auch Formen und Riten des Glaubens. Das beginnt bei den äußeren Vorgaben wie Gebete, aber auch das Kirchenjahr mit seinen Festen und findet den Höhepunkt in der Achtung des Kindes als vollwertigen Menschen, der nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert werden darf, damit sein Weg fruchtbar bleibt.

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Ma0300cf3927b0e8be8de509c2a65dd07o2&w=203&h=300&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0Ich freue mich über die Bereitschaft des gesamten Teams, solch eine Konzeptionsentwicklung mit Bestandsaufnahme, aber auch und erst recht zukunftsorientierte und fruchtbare Schritte zu gehen. Ich wünsche dem Team, allen MitarbeiterInnen, Eltern und besonders den Kindern alles Gute und Gottes Segen für das gemeinsame Tun und Leben in unserem Kindergarten.

2.0 Leitbild der katholischen Kindertagesstätte St.Hubertus

Die kath. Kindertageseinrichtung St. Hubertus begleitet Kinder und Eltern in ihren verschiedenen Lebenssituationen und unterstützt sie dabei. Wir sind familienergänzend und unterstützend. Wir nehmen das Kind in seiner Individualität wahr und respektieren und wertschätzen die Meinung des Kindes (Partizipation). Die Kinder unserer Einrichtung werden in ihrer Gesamtpersönlichkeit mit ihren Bedürfnissen und Beeinträchtigungen gesehen, geachtet und gefördert.

Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder stehen im Mittelpunkt aller unserer Aktivitäten; auf der Grundlage des katholischen Glaubens. Sie erfahren grundlegende christliche Werte wie Anerkennung, Achtung, Toleranz und Liebe.

Alle Erziehungs- und Bildungsfragen basieren auf dem katholischen Glauben. Diesen leben wir, in dem wir in der Pfarrgemeinde unterstützen, begleiten und einbezogen werden.

In unserer Kindertageseinrichtung werden alle Nationalitäten, Religionen und Kulturen respektiert und akzeptiert. Unser Team lebt von Vielfältigkeit und Verschiedenheit jeder einzelnen Erzieherin und der Bereitschaft, zum gemeinsamen Handeln in unserer pädagogischen Arbeit.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine wichtige Grundlage in unserem Handeln. Die Bedürfnisse, Wünsche und konstruktive Kritik der Eltern werden hierbei von uns ernst genommen.

Unser Träger gewährleistet den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtung.

3. Allgemeine Informationen

3.1 Träger

Träger unserer Einrichtung ist die katholische Kirchengemeinde St. Martinus, Kirchstr. 2, 47509 Rheurdt.

Dienstvorgesetzter ist Pfarrer Norbert Derrix

Verbundleitung: Dipl.Soz.Päd. Ursula Kahle

Standortleitung: Ute Müller, Fachkraft U3

3.2 Öffnungszeiten

Unsere Tagesstätte hat täglich in der Zeit von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

Bei der 25 Stundenbuchung in der Zeit von 07:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Bei der 35 Stundenbuchung in der Zeit von 07:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Bei der 45 Stundenbuchung in der Zeit von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Mb7fe0b356e980e27b86e138d490a1058o0&w=132&h=235&c=0&pid=1.9&rs=0&p=03.3 Gruppen    

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M0aea87b4d52e665f77812ea76a122ad3o0&w=160&h=155&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0In unserer Einrichtung haben wir zwei Gruppen. Diese Gruppen haben die Gruppenform II, was bedeutet, dass jeweils 20 Kinder im Alter von 2 Jahren bis 6 Jahren betreut werden. Von den 20 Kindern sind 6 Kinder unter 3 Jahre alt und 14 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren alt.

Das päd. Personal unserer Kindertagesstätte verfügt über eine jahrelange Berufserfahrung. Alle Mitarbeiterinnen haben einen Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin.

Die Stundenverteilung des Personals errechnet sich auf der Grundlage vom Kinderbildungsgesetz ( KiBiz), die Dienstpläne beruhen auf der tatsächlichen Anwesenheit der Kinder und auf dem Personaleinsatzkonzept.

3.4 Schließzeiten

Die Kindertagesstätte St. Hubertus schließt bis zu 30 Tagen im Jahr.

Die Schließzeiten werden zu Beginn des Kindergartenjahres im Rat der Kindertageseinrichtung genehmigt und anschließend bekannt gegeben.

3.5 Rechtliche Grundlagen

Alle Belange einer Kindertageseinrichtung basieren auf dem Kinderbildungsgesetz, in Verbindung mit der UN-Kinderrechtskonvention.

4. Unser pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten in unserer Einrichtung nach dem situationsorientierten Ansatz eingebunden in das offene Konzept mit Stammgruppen. Die Kinder werden von uns dort „abgeholt“ wo sie individuell stehen, dies bedeutet, dass wir auf die Stärken und Schwächen des einzelnen Kindes eingehen und sie akzeptieren, wir die Ideen der Kinder aufgreifen und gemeinsam umsetzen, sowie die persönlichen Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungen der Kinder auffangen und gemeinsam weiterentwickeln. Die Kinder werden von uns angeleitet eigene Lösungen zu finden, aber auch sich Hilfe zu suchen, wenn dies nötig ist.

Wir arbeiten gruppenübergreifend und bieten den Kindern die Möglichkeit, in allen Räumlichkeiten unserer Einrichtung verschiedene Angebote wahrzunehmen. Dies sind z.B.:

  • http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M146cc3847946b9c1ee55497a2bae0dffo0&w=197&h=158&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0Bewegungsbaustelle im Turnraum

  • Kreativbereich/ Konstruktionsbereich

  • Rollenspiel/ Jungen-Mädchenbereich

  • Ruhe- und Rückzugmöglichkeit

  • Musische/Rhythmische Angebote

Die Kinder können selbstbestimmend entscheiden, welches Angebot sie wahrnehmen möchten, wobei nicht immer alle Angebote an einem Tag zur Verfügung stehen.

Unseren pädagogischen Ansatz haben wir von unserer täglichen Arbeit mit den Kindern abgeleitet und gemeinsam im Team entwickelt.

Priorität haben grundsätzlich die Kinder und uns liegt es am Herzen glückliche und zufriedene Kinder zu sehen.

Das tägliche Miteinander ist geprägt von christlichem Glauben und dieser begleitet uns durch das Jahr.

Als Vorbild für die Kinder gehen wir sehr respektvoll und wertschätzend miteinander, mit dem Träger, mit den Kinder und deren Eltern um. Durch diesen Umgang, das Vertrauen und die Sicherheit, die wir den Kindern geben erlernen, erleben und erfahren sie Gemeinschaft. Wir sehen uns als „sicheren Hafen“ für die Kinder.

In der Gemeinschaft lernen die Kinder von anderen Kindern, Neugierde wird geweckt, und es machen neue Dinge viel mehr Spaß. Es werden Meinungen gebildet, Entscheidungen getroffen und Partizipation gefördert.

4.1 Zielformulierung

  • Das Kind steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit und wird dort abgeholt, wo es in seiner individuellen Entwicklung steht. Interessen und Bedürfnisse des Kindes sowie seine Stärken, Schwächen und Beeinträchtigungen werden erkannt, angenommen und ernstgenommen. (positive Einstellung dem Kind gegenüber)

  • Zur Entwicklung des Kindes gehört auch seine Selbstständigkeit. Durch vielfältige Erfahrungen können eigene Fähigkeiten erworben und weiterentwickelt werden. Das Kind lernt seine Bedürfnisse mitzuteilen. Es hat die Möglichkeit sicher eine Meinung über seine Erlebnisse zu bilden, die es befähigt, eigenständig zu Handeln und zu entscheiden. Persönlichkeitsentwicklung vollzieht sich aber immer in der wechselseitigen Erziehung mit seinem Umfeld, Sachkompetenz schließt daher ein Verantwortungsbewusstsein für sich, seine Mitmenschen und seine Umwelt mit ein.

  • Damit sich das Kind in seiner Person finden und entfalten kann, braucht es ein Gegenüber. Die Einbindung in einer Gruppe ermöglicht dem Kind, Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden. Das Kind erlebt in unserer Einrichtung Gemeinschaft, in die es sich einbringen und Veränderungen schaffen kann.

  • In der Gemeinschaft lernt das Kind eigene Interessen mit der Gruppe abzustimmen. Das Kind lernt selbstständig und verbal seine Konflikte zu lösen.

  • Lernen in unserer Kindertageseinrichtung bedeutet auch den Erwerb von Fähigkeiten und die Vermittlung von Werten im Auge zu behalten, die für ein Leben unter heutigen bzw. zukünftigen Bedingungen wichtig sind. Dazu gehören u.a. kooperatives Denken und Handeln, die Fähigkeit eine Situation auszuhalten und zu bewältigen, sowie der Ausbau einer Frustrationstoleranz. Das Kind lernt in unserer Einrichtung seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und mit Erfolg oder eventuellem Misserfolg umzugehen.

  • Das Kind lernt durch Spontaneität und Flexibilität sein Lebensumfeld weiter kennen und sich auf unbekannte Situationen einzulassen.

  • Das Kind lernt durch den regelmäßigen Aufenthalt im Freien die Vielfältigkeit der Natur und deren jahresabhängigen Verlauf kennen, damit umzugehen und zu schätzen.

  • Das Kind erfährt durch regelmäßige Bewegungsangebote im Außen- und Innenbereich Sach- und Sozialkompetenz.

  • Wir vermitteln den Kinder Traditionen und Rituale im Tages- und Jahresablauf, z.B.

  • Begrüßen der Erzieher in der Stammgruppe

  • Morgenkreis

  • Geburtstagsfeiern

  • Kirchliche Feste

  • Tägliches gemeinsames Gebet oder religiöses Lied

  • Tischgebete

  • Altershomogene Projekte

  • Gemeinsamer Stuhlkreis beider Gruppen

  • Tägliches Zähne putzen nach dem Mittagessen

  • Entspannungsmusik in der Einschlafphase

4.2 Partizipation in der KiTa St.Hubertus

Partizipation

KINDER reden mit ...

„Partizipation bedeutet nicht, „Kinder an die Macht“ zu lassen oder

 Kindern das Kommando zu geben. Partizipation heißt,

 Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der

 Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsame Lösungen

 für Probleme zu finden. Kinder sind dabei nicht kreativer,

 demokratischer oder offener als Erwachsene, sie sind nur

 anders und bringen aus diesem Grunde

 andere, neue Aspekte und Perspektiven in die

 Entscheidungsprozesse hinein." 

(Richard Schröder, Autor des Buches "Kinder reden mit")

Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist die Partizipation. (KiBiz § 13 Abs. 4)

Die Kinder lernen schon früh Mitbestimmung und Beteiligung im Kindergartenalltag, sie haben Interesse an Entscheidungsprozessen, die ihre Lebensumwelt beeinflussen. Sie können an diesen Prozessen verantwortungsvoll, ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechen mitwirken. Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten, daher macht die Beteiligung von Kindern Sinn.

Die Kinder können so demokratische Erfahrungen machen und außerdem gehört es zu ihren Rechten sich mitzuteilen und mitzubestimmen.

Das heißt für uns, dass themenorientierte Projekte und viele Entscheidungen im Kindergartenalltag mit Beteiligung der Kinder gestaltet und durchgeführt werden.

Die Kinder lernen verschiedene Arten sich zu beteiligen, zu wählen oder auch einen Platz im, von den Kindern gewählten, Gremium zu besetzen (Zukunftsmusik)

Formen der Beteiligung

Wie funktioniert nun Partizipation in der Kita St. Hubertus? Es lassen sich grob drei Beteiligungstypen unterscheiden: projektbezogene, offene und repräsentative Formen der Beteiligung. Bei der projektbezogenen Beteiligung befassen sich die Kinder in einem zeitlich überschaubaren Rahmen mit einem klar abgesteckten Thema. Der Impuls zur Bearbeitung des Themas kann von den Kindern oder von den Erwachsenen ( wenn Kinder noch keine Vorstellungen und Ideen haben) ausgehen. Projektartig behandelte Themen, bei denen die Kinder mitbestimmen können, sind die Vorbereitung eines Ausflugs, die Umgestaltung eines Raums, Morgenkreisprojekte. Zu den offenen Formen der Beteiligung zählen Kinderkonferenzen, Erzähl- und Morgenkreise und Kinderversammlungen. Hier können die Kinder ihre Anliegen einbringen, diskutieren und damit Einfluss auf den Kita-Alltag nehmen.

Kinderkonferenzen und Erzähl- und Morgenkreise betreffen die Kinder unserer Stammgruppe; Kinderversammlungen betreffen alle Kinder unser Kita. Die Zusammenkünfte können sowohl von den Fachkräften als auch von den Kindern moderiert werden.

Zur Verdeutlichung für Themen und Beschlüsse einer Kinderkonferenz sei hier ein Beispiel genannt: Ausgangspunkt ist die Beobachtung einer Erzieherin, dass viele Kinder ihr Mittagessen stehen lassen. Sie fragt, was los ist: „Ich mag die Pilze nicht“, antwortet Konstantin sofort. „Pilze sind doch lecker, aber Zwiebeln schmecken nicht“, erwidert Lena. Schnell wird deutlich, dass viele Kinder einzelne Zutaten nicht mögen. Die Erzieherin fragt weiter, was man denn da tun könne. Lena antwortet prompt: „Die sollen nicht immer alles in einen Topf tun.“ Die Fachkraft erinnert sich, dass die Probleme besonders dann auftreten, wenn es Mahlzeiten gibt, die fertig angerichtet sind und bei denen die einzelnen Bestandteile nur schwer zu trennen sind: Aufläufe oder Eintöpfe. Die Kinderkonferenz beschließt, mit den Mitarbeiterinnen aus der Küche zu sprechen, ob sie in der nächsten Zeit die Nahrungsmittel getrennt anrichten könnten, damit die Kinder selbst entscheiden können, welche Bestandteile sie auf ihren Teller füllen." Repräsentative Beteiligungsformen sind der Kinderrat und das Kinderparlament. (diese Beteiligungsformen werden im Kitajahr 2016/2017 erarbeitet) .

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M779c0798c716c42caf09801139b0b2f9H0&w=300&h=254&c=0&pid=1.9&rs=0&p=04.3. Inklusion in der Kindertageseinrichtung St.Hubertus

Am 13.12.2006 wurde nach langjähriger Vorarbeit das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

( UN- Behindertenkonvention) in der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Seit dem 26.03.2009 ist diese Vereinbarung in Deutschland rechtlich verbindend. Von besonderer Bedeutung für eine Kindertageseinrichtung ist z. B. Artikel 24, der das Recht auf inklusive Bildung auf allen Ebenen beinhaltet, von der Krippe, über Kita und Schule bis zur Hochschule/ Beruf. Auch in § 7 KiBiz wird bestimmt, dass die Aufnahme eines Kindes in eine Kindertageseinrichtung nicht aus Gründen wie Rasse, Religion, Nationalität und Behinderung verweigert werden darf. (Diskriminierungsverbot). In § 8 KiBiz wird geregelt, dass Kinder mit Behinderung und Kinder, die von einer Behinderung bedroht sind, gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung gefördert werden.

Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen beinhalten aber auch den Arbeitsauftrag an den Gesetzgeber, an Gemeinden und Einrichtungen dafür zu sorgen, dass zukünftig Menschen mit Behinderungen inklusiv am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können. Im Gegensatz zur Integration, wo Menschen in Sondereinrichtungen individuell entsprechend ihren Beeinträchtigungen gefördert und unterstützt werden, bedeutet Inklusion, dass niemand aus einer Einrichtung ausgegrenzt wird, weil er anders ist. Bei Inklusion ist Vielfalt willkommen und wird wertgeschätzt. Für Kitakinder mit Beeinträchtigungen bedeutet dies, dass sie in den regulären Kindergarten vor Ort gehen können, dass sie mit Kindern aus der Nachbarschaft dort spielen können, dass sie bereits ab Kindergartenalter erfahren, dass sie gleichberechtigt sind und nicht ausgegrenzt, weil sie anders sind oder es als zu schwierig erscheint, sie gut zu unterstützen. ( § VIII, IX, XIII SGB)

Das Konzept der kath. Kindertageseinrichtung St. Hubertus basiert auf den Grundlagen eines christlichen Miteinanders, geprägt von Wertschätzung, Akzeptanz und „ anderssein dürfen“. „ Ich bin wer“, „ ich kann was“, „ ich bin für mich und andere wichtig“, sind Grundlagen unseres pädagogischen Handelns. Wir gehen von den Besonderheiten und individuellen Bedürfnissen eines jeden einzelnen Kindes aus, wir geben den Kindern die Zeit, die sie zum „Wachsen“ brauchen, wir nehmen sie an die Hand, begleiten und unterstützen sie. Wir passen an oder verändern Rahmenbedingungen entsprechend diesen Bedürfnissen, denn dieses beinhaltet Inklusion und nicht: die Kinder passen sich den Rahmenbedingungen der Einrichtung an. ( Empathie auf beiden Seiten). Wir praktizieren einen stärkenorientierten Ansatz bei allen Kindern, damit jeder sich in seiner Unterschiedlichkeit kennenlernt und sich in seinem eigenen Tempo entwickeln kann. Flexibilität und Spontaneität gehören zum situationsorientierten Handeln für uns dazu. In einer Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit sollen die Kinder lernen, den Alltag mitzubestimmen und mitzugestalten (Partizipation) ( s. Gesamtkonzept)

Ein weiterer Schwerpunkt unseres pädagogischen Handeln, was auch als inklusiv zu bezeichnen ist, ist sicherlich das personenzentrierte Denken, das u.a. auf Gegenwart und Zukunft, Vorlieben und Abneigungen, Stärken, Fähigkeiten und Interessen eines jeden Kindes abzielt. Das Kind kennenlernen, in Augen- und Ohrenhöhe kommunizieren, Förderbedarf feststellen und Förderungen unterstützend und begleitend anbieten, zeichnet das pädagogische Handeln des Teams aus. Ebenso wie die tägliche Kleingruppenarbeit und –förderung in allen Bildungsbereichen im pädagogischen Alltag.

Gerade bei Kindern, die im Rahmen der Inklusion betreut werden, bietet sich ein Förder- und Teilhabeplan an. Dieser kann u. a. beinhalten

  • Hilfestellungen und Strukturierungen des Tagesablaufs ( z.B. Teachstrukturhilfen)

  • Anbahnen von sozialen Kontakten

  • Förderung von Grob- und Feinmotorik

  • Kleingruppenförderung in einer konstanten Kleingruppen mit einer konstanten Bezugsperson

  • Einen(ggf. zwei)feste Pädagogen, die das Kind durch den Tag begleiten

  • Rechtzeitiges Ankündigen von Veränderungen

  • Einen Raum zum Rückzug bereitstellen

  • Therapien vor Ort ermöglichen

Für das pädagogische Personal bedeutet dies u.a.

  • Zielformulierungen und Dokumentationen über Erfolge/Rückschläge

  • Reflexion des pädagogischen Verhaltens und daraus resultierende Veränderungen im Umgang mit dem Kind

  • Vor- und Nachbereitungszeiten

  • Mehr Personalstunden

  • Regelmäßiger Austausch im Team und kollegiale Beratung

  • Regelmäßige Gespräche mit allen Beteiligten, die das Kind unterstützen

  • Fortbildungen, um Ängste, Hemmungen, Unsicherheiten und Hemmschwellen zu überwinden

  • Tipps zum motivierenden Handeln

  • Sensibilisierung des Personals im Hinblick auf eine einheitliche Betrachtung der Kinder, bei welchen die bestehende oder fehlende Behinderung des Kindes nicht im Vordergrund steht

Letzt endlich sehen wir unseren Auftrag darin, den Kindern durch die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen ein weites Spektrum an Erfahrungen zu ermöglichen, sich in vielen Bereichen auszuprobieren und zu entwickeln. Ein Auftrag, den wir schon seit vielen Jahren in unserem Haus umsetzen.

Inklusion bedeutet nicht, dass sich bestimmte Kinder der Gruppe anpassen müssen. Inklusion bedeutet, dass sich die Gruppe selbstverständlich aus vielen verschiedenen Kindern zusammensetzt.

„ Es ist normal, verschieden zu sein.“

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Mcd37874bf4f6244374fc96de606f0ea1o0&w=146&h=146&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0

4.4. Bildungsbereiche unserer Arbeit

Bewegung/Grobmotorik

In unserer Kindertageseinrichtung erhalten unsere Kinder täglich die Gelegenheit zum:

-Schaukeln

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M0e9ca2aa9310c53d634c1a89f875fcb1o0&w=300&h=204&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0-Wippen

-Springen

-Steigen/Klettern

-Rollen

-Balancieren

-Kriechen

-Ziehen/Schieben

-Heben

-Werfen

-Fangen

-Prellen

-Gehen/Laufen

Diese täglichen Angebote nehmen die Kinder grundsätzlich über ihre Körpersinne wahr. Einmal durch ihre individuellen Selbstbildungspotentiale, einmal durch die Anleitung des Personals.

Die Kinder experimentieren alters- und entwicklungsspezifisch in ihren Bewegungsabläufen. So brauchen z.B. jüngere Kinder positive Verstärkung, bevor sie sich an schwierige Herausforderungen herantrauen. Wichtig ist, dass die einzelnen Lernziele aufeinander aufbauen.

Oft werden die Bewegungsabläufe von ihrer individuellen Phantasie begleitet und unterstützt. So können z.B. ausgebreitete Arme beim Laufen einen fliegenden Vogel symbolisieren.

In diesem Kontext ist die Sprache der Kinder nicht wegzudenken, denn die Bewegungsabläufe werden meistens sprachlich begleitet.

So kann den Kindern sprachlich erklärt werden, wie etwas zerlegt und geteilt werden kann. Ebenso wie sie durch Hinzufügen und Wegnehmen Dinge verändern können (Grundlagen der Mathematik).

Kinder haben oft eigene Ideen und Bewegungsformen, die sie entsprechend ihrer Geschicklichkeit und Körperkraft einsetzen.

Diese Bewegungserfahrungen werden von vielen Gefühlen begleitet: Angst, Mut, Hilflosigkeit, Selbstvertrauen und Experimentierfreudigkeit. Fällt es den Kindern schwer ihre Bewegungskoordination selbständig zu entwickeln, zeigt sich der Erzieher/die Erzieherin als betreuender Begleiter.

Der alltägliche Bewegungsablauf eines Kindes stellt sich als sehr komplex dar und bedarf einer ständigen Beobachtung und Anleitung.

Ziele und deren Angebote dazu, in unserem Kindergarten:

Gleichgewicht:

-Nestschaukel

-Wippen

-Balancierbalken

-Bänke (im Turnraum)

-Balancierkreisel (rote Pilze)

-Sprossenwand

-Kletterwand

-Laufdosen

-Pedalo

-Klettergerüste

Koordination:

-Sprossenwand

-Kletterwand

-Klettergerüst

-Ballspiele

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M5f12c3a7336496727e5a5a441c24e4fao0&w=112&h=126&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0-Bewegungsspiele

-Fahrzeuge im Außenbereich

-Bausteine und Klötze

Kondition:

-Reaktionsspiele

-Laufspiele

-Rennen

-Heben und Tragen

-Werfen und Fangen

-Sprossenwand

-Kletterwand

-Spaziergänge

Bei der Erreichung unserer Ziele ist es uns wichtig, dass neben der Einzelförderung jedes Kindes, Partner- und auch Gruppenaufgaben nicht in den Hintergrund gestellt werden. Somit wird den Kindern auch das „Wir“-Gefühl vermittelt.

Religion

Über den gesetzlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag hinaus wollen wir den Kindern den christlichen Glauben näher bringen, in dem Glauben, dass Gott die Welt erschaffen hat, in Jesus Christus Mensch geworden ist und in seiner Kirche lebt und wirkt.

Dieses Grundziel erreichen wir durch situationsorientiertes, spontanes Verhalten und setzen es wie folgt um:

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Mca3a6b451fe593d4b99c89657323f1e9H0&w=300&h=221&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0

-Gespräche

-Geschichten

-religiöse Lieder und Spiele

-Bilderbücher

-Gottesdienste

-religiöse Feste

-Gebet

-Aktionen (Kinderkirche, Vaterunser-Projekt,…)

-Kreativität

-Sinnesübungen, Meditation

Aus den genannten Grundzielen ergeben sich weitere Bildungsziele:

-die Kinder sollen lernen, achtungsvoll mit der Schöpfung Gottes  umzugehen und sich selbst als Teil der Schöpfung zu sehen

-sie sollen im alltäglichen Miteinander christliches Leben und christliche Werte erfahren und praktisch umsetzen lernen

-die Kinder sollen Toleranz gegenüber andern Völkern und Religionen aufbauen

-den Kindern werden christliche Traditionen, Riten und Feste nahe gebracht

-die Kinder sollen erfahren, dass sie Teil der Kirchengemeinde sind

Spielen und Gestalten, Medien

Differenzierung von Wahrnehmungserfahrungen:

-über die Körpersinne

a) beim Spielen

Kinder können beim Spielen ausgiebig von ihren Körpersinnen Gebrauch machen. Verschiedene Materialien sind: unterschiedliches Konstruktionsmaterial, Orff‘sche Instrumente, Nestschaukel, Wippen,…

b) beim Gestalten

Beim bildnerischen Gestalten steht der Umgang mit nicht vorgefertigten Materialien im Vordergrund, wie wertfreies Material, der Knettisch, Sandkasten, hauswirtschaftliche Angebote.

c) Medien

Bei Bilderbuchbetrachtungen wird der Sehsinn der Kinder angesprochen und gefördert. In jeder Gruppe und im Ruheraum stehen den Kindern CD/Kassettenspieler zur Verfügung, wodurch der Gehörsinn sensibilisiert wird.

-über die Gefühle

a)beim Spielen

Spielen hängt sehr eng mit den erlebten Erfahrungen der Kinder zusammen. Die Kinder haben die Möglichkeit in den Rollenspielbereichen Erlebtes nachzuspielen und dadurch zu erarbeiten.

b) beim Gestalten

In Gestaltungsprozessen haben die Kinder die Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und dadurch nochmal bewusst zu machen.

c) Medien

Bücher, CDs/Kassetten regen die Kinder an, ihre Gefühle kennen zu lernen und sich darüber auszutauschen.

Innere Verarbeitung

-durch Eigenkonstruktion

a)beim Spielen

Kinder „konstruieren“ spielend soziale Beziehungen, Geschichten und Dinge. Spiel ist ein zentrales Feld kindlicher Eigenkonstruktion und unterstützt das Selbstbildungspotential.

b) beim Gestalten

Beim Gestalten können Kinder durch die unterschiedlichsten Materialien ihre eigenen Ideen umzusetzen. So kann jedes Kind im eigenen Tempo seine Fähigkeiten zum Malen, Modellieren, Handgeschicklichkeit, Koordination, Farbwahrnehmung, Fantasie und Experimentierlust entwickeln.

c) Medien

Die Kinder können das zuvor Gehörte umsetzen und mit in ihr Spiel einbeziehen.

-durch Phantasie

a)beim Spielen

Im Rollenspeil können die Kinder bestimmte Handlungsmuster nutzen und verändern.

b) beim Gestalten

Die Kinder erfahren, dass man aus allem, was man findet (wertfreies Material, Naturmaterial) etwas gestalten kann.

c) Medien

Bei Bilderbuchbetrachtungen, Geschichten vorlesen, CD/Kassette hören, wird die Phantasie der Kinder angeregt und gefördert.

-durch sprachliches Denken

a)beim Spielen

Das sprachliche Denken wird durch Erlernen von Sprüchen, Fingerspielen, Reimen und Liedern gefördert.

b)beim Gestalten

In Erzählungen gestalten Kinder im Vorschulalter Sprache; im Morgenkreis findet sich die Möglichkeit, Erlebtes frei zu erzählen oder Geschichten nachzuspielen.

c)Medien

Kinder haben vielfältige Möglichkeiten sich in erzählte, vorgelesene oder abgespielte Geschichten zu vertiefen und eventuell nachzuspielen.

-durch naturwissenschaftlich- logisches Denken

a)beim Spielen

Im Außengelände machen die Kinder beim Spielen wichtige Erfahrungen mit natürlichen Formen (Tiere, Pflanzen, Erde, Sand, Wasser). Beim Bereitstellen von Puzzeln, Memory und Mengentrainern wird das logische Denken der Kinder angeregt und gefördert.

b)beim Gestalten

Gesammelte Naturmaterialien können beim kreativen Gestalten mit einbezogen werden.

c)Medien

Durch das Bereitstellen von wissenschaftlichen Sachbüchern werden die Kinder zum logischen Denken angeregt und das Interesse für die Natur und Umwelt wird geweckt.

-durch soziale Beziehungen und Beziehungen zur sachlichen Umwelt

a)beim Spielen

Im Spiel können die Kinder ihre sozialen Beziehungen untereinander organisieren. Sie sammeln Erfahrungen mit geschlechtlicher, kultureller und sozialer Differenz. Im gemeinsamen Spielen und Gestalten gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, um die Unterschiede als Bereicherung zu erleben. Deshalb bieten wir den Kindern die Wahlmöglichkeit im Hinblick auf Spielpartner, Spielort, Spielmaterialien und die Dauer der Spielhandlungen.

b)beim Gestalten

Jedes Kind hat vielfältige Gelegenheiten sich ungestört in individuelle Gestaltungsprozesse zu vertiefen. Neben angeleiteten Angeboten bieten wir die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Materialien auseinanderzusetzen.

c)Medien

Durch Bücher, Kurzfilme via Internet und gegebenenfalls Videos werden Beziehungen zur sachlichen Umwelt vertieft. Soziale Beziehungen werden durch Medien thematisiert und aufgegriffen.

-durch Umgang mit Komplexität und Lernen in Sinneszusammenhängen

a)beim Spielen und Gestalten und Medien

Theaterspiele/Rollenspiele bieten einen hohen Anreiz zu komplexen Gestaltungen, insbesondere dann, wenn auch musikalische oder rhythmische Elemente mit eingebaut werden. Ein Beispiel aus unserer Einrichtung: Mit den Kindern wurde zum Adventnachmittag das Märchen „Hänsel & Gretel“ eingeübt und zuvor erarbeitet.

-forschendes Lernen

a)beim Spielen beim Gestalten und Medien

Zu unterschiedlichen Themen haben die Kinder die Möglichkeit mit Lupe, Lupenbechern und Bestimmungsbüchern der Natur auf den Grund zu gehen.

Natur

Während des Freispiels haben die Kinder die Möglichkeit das Außengelände zu nutzen. Der Spielplatz ist mit Spielgeräten ausgestattet, die zu verschiedenen Bewegungsformen motivieren. Ziel ist es, den Kindern ein Feld vielfältiger Betätigung anzubieten, das sie intellektuell, sozial und körperlich fordert.

Bei unterschiedlichsten Projekten erkunden wir mit den Kindern die Natur und nähere Umwelt unserer Einrichtung.

Kultur

Über die natürliche Umwelt hinaus, erregt auch die kulturelle Umwelt die Neugierde der Kinder. Hier bietet das nahe Umfeld den Kindern ein gewisses kulturelles Angebot, das sowohl die Einrichtung wie auch die Familien nutzen.

Zu den alltäglichen Angeboten gehören:

-Straßenverkehr

-Kirchen

-Denkmäler

-Einkaufsmöglichkeiten

-Schulen

Eine Vielfalt der im Ort angebotenen Möglichkeiten wird den Kindern in Projekten näher gebracht:

-Bauernhof

-Bäcker

-Feuerwehr

-Polizei

-Zahnarzt

-Heimatstube

-Kunstschule

- Weitere Kindertageseinrichtungen

Dieses breite Umfeld bietet den Kindern große Möglichkeiten kulturelle Angebote im Ort wahrzunehmen, aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, sich in die Gemeinde einzubringen und somit das kulturelle Wesen mitzugestalten:

-Schmücken des Tannenbaumes

-Karnevals- und St. Martinszug

Auch über die Grenzen unseres Ortes hinaus werden die Kinder angeregt die Umgebung zu erkunden. Partizipatorisch können es u.a. folgende Ziele sein:

-Flughafenbesuch

-Zoo

-Museen

-Theater

-Kino

- Irrland in Twisteeden

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M8a5e26b28b48ba07af035521897cf3eaH0&w=260&h=299&c=0&pid=1.9&rs=0&p=05. Bildungsarbeit nach den Bildungsleitlinien des Landes Nordrhein-Westfalen

5.1 Freispiel

Viele Bereiche unseres Hauses nutzen die Kinder hauptsächlich im Freispiel. Sie nehmen in den unterschiedlichsten Spielbereichen Kontakt zu anderen Kindern und Erziehern auf, die dort eventuell schon spielen und entscheiden selbst, mit welchem Spielpartner sie spielen möchten. Dabei entscheiden die Kinder selbst über Spielregeln oder auch Spieldauer. Dadurch lernen die Kinder beim Tun, dass Regeln eingehalten werden müssen und auch allgemeine Abläufe wie zum Beispiel das Aufräumen mit „dazu“ gehört.

Sie lernen Konflikte zu lösen, Kompromisse einzugehen, Kritik anzunehmen und Hilfe zu holen. Außerdem lernen sie zuzuhören, sich auszutauschen, andere aussprechen zu lassen, andere Wünsche zu respektieren und eigene Interessen hintenanzustellen Die Kinder sammeln eigene Erfahrungen beim Tun und Handeln.

Im Freispiel hat jedes Kind die Möglichkeit aus einer Palette von Material, Spielen, Spielort und Partner/Erzieher frei zu wählen. Dieser umfangreiche Bereich bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklungen des Kindes.

Der Teilbereich Freispiel nimmt einen sehr hohen Stellenwert unserer pädagogischen Arbeit ein. Die Kinder bilden sich in den unterschiedlichsten Bereichen selbst:

-Entscheidungsfähigkeit

-Selbständigkeit

-Selbstbewusstsein

-Kreativität

-Spontaneität

-Experimentierfreude

-Frustrationstoleranz aufbauen

-Gruppenregeln akzeptieren

-Möglichkeiten zur Aktivität/Passivität

-Kommunikationsfähigkeit

-Konfliktfähigkeit

-Aufbau von sozialen und emotionalen Kontakten

-Rücksichtnahme

-Sozialkompetenz

-Erfolgserlebnisse

-Kooperationsfähigkeit

-individuelle Bedürfnisse erkennen

-lernen durch Nachahmung

In unserer Einrichtung wird partizipatorisch gelebt.

5.2 Kreative Angebote

Kreativ und konstruierend ist ein Kind immer dann, wenn es eigenständig und selbstbildend aktiv wird. Jahreszeitlich bedingte und an Projekte angebundene Kreativangebote sind:

-Kastanienigel

-Fenster bedrucken

-hauswirtschaftliche Angebote (backen, Marmelade einkochen usw.)

-Laternen basteln

-Blätter pressen

-Mobiles basteln

Und vieles mehr.

Wir ermöglichen den Kindern auch jederzeit den freien und eigenständigen Zugang zu unterschiedlichsten Materialien zum Basteln, Kleben, Malen, Schneiden und Konstruieren.

5.3 Rollenspiel

Beim Rollenspiel schlüpfen die Kinder im Freispiel eigenständig und selbstbestimmt in verschiedene Rollen. Sie reflektieren und üben, als eine Art Vorbereitung auf die Wirklichkeit, sich in die Rolle anderer hineinzuversetzen. Unterstützt und angeleitet von uns finden diese ihren Höhepunkt in Vorführungen, zum Beispiel bei Familiengottesdiensten, gruppeninterne Vorführungen.

5.4 Experimente

Zu unterschiedlichsten Themen experimentieren die Kinder in Projektform. Mit organischen und anorganischen Materialien und Elementen können die Kinder Reaktionen und Entwicklungen verfolgen und erleben.

Zum Experimentieren gehören Spaß am Ausprobieren und das Entdecken interessanter Phänomene. Beim Experimentieren wird durch Beobachten und Schlussfolgern die kindliche Neugier geweckt und gefördert.

5.5 Sprachbildung

Durch tägliche Gespräche, Lieder, Reime und Bilderbuchbetrachtungen, sowie Geschichten vorlesen und erzählen fördern wir die Sprachbildung ( aktives und passives Sprachverständnis) der Kinder in unserem Haus. Beim Vorlesen unterstützen uns regelmäßig Lesepaten.

Regelmäßig wird der Sprachstand eines jeden Kindes überprüft und dokumentiert. Im alltäglichen Umgang miteinander legen wir gesonderten Wert auf höfliche, grammatikalisch richtige und deutliche Ausdrucksweise.

Den Kindern stehen spezielle Sprachspiele in den Gruppen zur Verfügung.

Siehe im Anhang:

Konzeption zur alltagsintegrierter Sprachbildung und Sprachförderung in der kath. Kindertageseinrichtung St. Hubertus

Wir sehen als unerlässlich an, Grundlagen für sprachliches Begreifen zu fördern, denn zwischenmenschliche Beziehungen zeichnen sich durch kommunikatives Verhalten aus.

Sprache wird gefördert durch Körpersinne, über Fernsinne und über Gefühle- dadurch, dass wir im täglichen Leben mit den Kindern kommunizieren schaffen wir Vorbildcharakter in Bezug auf Satzbau, Grammatik und Wortschatz.

Viele Kinder erleben so, dass es unterschiedliches Sprachverhalten gibt; mit Freunden wird anders geredet als mit Eltern und Erziehern (differenziertes Sprachverhalten).

Aktives Sprachverhalten wird in unserem Kindergarten durch unterschiedliche Methoden gefördert:

-Bilderbuchbetrachtung (Nacherzählungen)

-Rollenspiel

-freies Erzählen

-Sprachförderspiele

-Reime

-Vorlesen

-Lieder

-Medien

-Forschendes Lernen (Silben klatschen, Piktogramme erkennen,…)

-Bildung von Fragestellungen

Unsere Aufgabe als ErzieherIn besteht darin, die Sprachfreude und die sprachliche Experimentierlust der Kinder zu respektieren.

Deshalb geben wir den Kindern stets ein positives Feedback anstatt ihre Fehler zu korrigieren und somit ihre Sprachfreude zu hemmen.

Uns ist wichtig, dass die Kinder lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu verbalisieren und ihnen zu vermitteln, dass es in unserer Gesellschaft üblich ist, Konflikte verbal zu lösen.

Auch in unserer Einrichtung arbeiten wir mir Migrantenkindern, die zweisprachig gefördert werden. Durch das Elternhaus in ihrer Muttersprache, durch ihr hiesiges soziales Umfeld in der deutschen Sprache. So lernen die deutschen Kinder in diesem Zusammenhang unterschiedliche sprachliche Kulturen kennen.

             
 
Hello
   
Ciao
     
Salut
 
 
 
Hallo


5.5.1Konzeption zur alltagsintegrierter Sprachbildung und Sprachförderung in der kath. Kindertageseinrichtung

St. Hubertus

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“

Sprache zählt zu den wichtigsten Schlüsselkompetenzen für das lebenslange Lernen und den späteren Erfolg in Schule und Bildung. Besonders für Kinder am Anfang ihrer Sprachentwicklung und für Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, ist die frühe Sprachbildung und Unterstützung sprachlicher Kompetenzen von Bedeutung. Die Förderung der sprachlichen Entwicklung nimmt einen hohen Stellenwert in unserer Kindertagestätte ein.

Die alltagsintegrierte Sprachbildung fördert die sprachliche Entwicklung der Kinder. Deshalb schaffen wir in unserem pädagogischen Alltag eine sprachanregenden Umgebung, um Kinder von Beginn an zu erreichen. Wir verstehen unter alltagsintegrierter Sprachbildung ein bestimmtes Grundverständnis sprachlicher Anregung und Begleitung von Kindern in der Kita, das durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

  • Die Bildungsarbeit erfolgt an einem vertrauten Spielort und ist eingebunden in alltägliche Handlungen

  • Dabei werden sowohl bestehende soziale Beziehungen als auch die räumlichen und materialen Bedingungen als „Sprachanreger“ wahrgenommen und genutzt

  • Daneben gibt es unterschiedliche Standardsituationen, z.B. Begrüßung am Morgen, der Morgenkreis, Frühstück, pflegerische Tätigkeiten, Spiel- und Themenangebote

  • Sprachliche Bildung ist in unserer Kita kein Zusatzangebot, das sich auf bestimmte Aufgabenstellungen und Fördermaßnahmen reduziert. Jede Kommunikationssituation entlang des Tagesablaufes ist eine sprachliche Bildungssituation, die Wissen und verstehen Planung, Durchführung und Evaluation sowie Reflexion voraussetzt.

Frühkindliche Sprachbildung umfasst folgende Bereiche:

  • Sprachverständnis (passives Sprachverhalten, Erstkontakt über Eltern)

  • Semantisch-lexikalische Kompetenzen (aktives Sprachverhalten, Wortschatz, Vorbildfunktion der Bezugspersonen)

  • Phonetisch-phonologische Kompetenzen (Artikulation von lauten, alle Laute sollten bis Ende der Kitazeit vorhanden sein)

  • Prosodische Kompetenzen (Sprachmelodie, Lautstärke, Ausdruck der Gefühlswelt)

  • Morphologische-syntaktische Kompetenzen )Grammatik, Plural, Perfekt)

  • Pragmatische Kompetenzen (Sprachhandeln, Gespräche führen)

  • Literacy (der Umgang mit schriftlicher Sprache)

Diese Bereiche werden in unserer Kita wie folgt unterstützt mit dem Ziel, dass die Kinder bis zur Einschulung ein korrektes, altersentsprechendes aktives Sprachverständnis entwickeln.

Bei all diesen pädagogischen Angeboten gilt es, die Sprechfreude der Kinder zu erhalten oder zu wecken und handlungsbegleitend ihre sprachlichen Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in der kath. Kita St. Hubertus

Nach § 13b Absatz 1 Satz 4 KiBiz ist die sprachliche Entwicklung im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses regelmäßig unter Verwendung geeigneter verfahren zu beobachten und zu dokumentieren. Für jedes Kind, das eine besondere Unterstützung in der deutschen Sprache benötigt, ist eine gezielte Sprachförderung nach dem individuellen Bedarf zu gewährleisten. (§ 13c Abs.2 und Abs.4 KiBiz)

Basierend auf diesen Gesetzestext hat sich die Kita St. Hubertus für das Beobachtungsmodell „BaSIK“ entschieden. BaSIK ist ein strukturiertes Beobachtungsverfahren, das einen umfassenden Überblick über die sprachlichen Kompetenzen bis zum 6. Lebensjahr gibt. Hierbei erfolgt die Beobachtung im pädagogischen Alltag und hat das Ziel, den Sprachentwicklungsverlauf eines Kindes kontinuierlich zu dokumentieren und darüber hinaus auch speziellen Förderbedarf zu erkennen. Die Sprachkompetenzen werden nicht in künstlich herbeigeführten Situationen beobachtet, sondern auch im pädagogischen, spielerischen Alltag zwischen Kindern und Erziehern. Aufbauend auf den Beobachtungen können Maßnahmen einer alltagsintegrierten Sprachbildung und –förderung abgeleitet werden.

Alltagsintegrierte Sprachförderung in der kath. Kita

St. Hubertus

Alltagsintegrierte Sprachförderung zeichnet sich dadurch aus, dass die aktuellen Interessen, Bedürfnisse und Kompetenzen der Kinder zum Inhalt der Arbeit erklärt werden, um eine bewusste und regelmäßige Sprachförderung für die Kinder sicher zu stellen. Alltagsintegrierte Sprachförderung umfasst für uns eine differenzierte Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt und Besonderheiten des Lebensumfeldes in Rechnung stellt.

Alltagsintegrierte Sprachförderung bedeutet, dass die frühpädagogischen Fachkräfte sin in allen Situationen gegenüber allen kindern sprachfördernd verhalten. Ihnen ist bewusst, das bestimmte Verhaltensweisen (sprach)fördernd sind und andere nicht, sie setzen gezielt spezifische Grundprinzipien sprachfördernden Verhaltens ein, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

„Sprachreich“ ist:

  • Entwicklungsorientiert: es bezieht sich auf alle Stufen und Bereiche der Sprachentwicklung und ist für alle Altersgruppen geeignet.

  • Verhaltensorientiert: intuitives Verhalten in der Interaktion zwischen Erzieher und Kind

  • Kommunikationsorientiert: es vollzieht sich in der alltäglichen Interaktion zwischen Erzieher und Kind und unterstützt den Aufbau und Einsatz vielfältiger Formen der Kommunikation (Mimik, Gestik, Stimme, Körperausdruck u.a.m.)

  • Alltagsorientiert: es ist im gesamten Tagesablauf durchgehend anzuwenden, in jeder Interaktions- und Spielsituation zwischen Erzieher und Kind

  • Praxisorientiert: „Sprachreich“ braucht keine zusätzlichen Hilfsmittel, Räumlichkeiten oder zeitlich-organisatorischen Aufwand.

Somit sieht der Ansatzpunkt zur Sprachförderung bei jedem Kind anders aus:

  • Es muss eine geeignete Situation zur Sprachförderung erkannt werden. Braucht ein Kind Ruhe, kann es durch aktive Sprachangebote überfordert sein.

  • Einen „öffnenden“ Kontakt zum Kind herstellen, d.h. nicht nur eine harmonische Beziehung zum Gesprächspartner aufbauen, sondern u.a. auch auf heimische Gegenstände oder Anlässe zurückgreifen.

  • http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Ma9e362062632a298eeb8d2837f3c6fe4H0&w=299&h=233&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0Sprache bewusst und situationsorientiert fördern, wobei hier die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden. Das Kind erlebt hierbei, dass seine Ideen wertgeschätzt werden und es wird ermutigt, Neues auszuprobieren. Anregende Räume mit veränderbaren Elementen und eine flexible Zeitgestaltung sind dabei von Vorteil.

Ziele der Sprachförderung

Die Kinder:

  • Erweitern und verbessern ihre nonverbalen und verbalen Ausdrucksfähigkeiten

  • Erweitern in der Verknüpfung von Sprache mit Musik, rhythmischem Sprechen und Bewegungen ihre Sprachkompetenzen

  • Nutzen Sprache, um mit anderen zu kommunizieren, eigene Ziele zu erreichen und mit ihren Mitmenschen zu leben

  • Erwerben mit einer anderen Herkunftssprache Deutsch als Zweitsprache

  • Erfahren unterschiedliche Sprachen als Ausdrucksmöglichkeiten und Reichtum

  • Lernen Schrift als alltäglichen Teil ihrer Lebensumwelt kennen und setzen sie ein

Praxisbeispiele:

  • Das Kind zunächst in seiner momentanen Sprache annehmen

  • Handeln sprachlich begleiten

  • Vorlesen, reimen, singen

  • Fingerspiele und Abzählreime

  • Rollenspiele und Spiel mit Handpuppen

  • Klatschen von Namen und anderen Rhythmen

  • Rituale

  • Umgang mit Zahlen und Mengen

  • Besuch der Bücherei

  • Dialoghaltung einnehmen ( wir gehen mit dem Kind auf Augenhöhe)

  • Zeit und Geduld für den Austausche mitbringen (Wertschätzung des Kindes)

  • Einfache Sätze bilden

  • Offene fragen stellen

  • Nicht korrigieren, korrekt wiederholen

  • Die Kinder mit Namen ansprechen

Sprachförderung ist die Aufgabe aller Erzieher hier im haus und sie kommt jedem Kind zugute. Es geht dabei nicht ausschließlich darum, Kinder mit ausgesprochenem Förderbedarf zu unterstützen, sondern auch die, deren Sprachentwicklung unauffällig verläuft oder solche, die eine besondere Sprachbegabung besitzen.

Sprachförderung bei Migrationshintergrund

Die Beherrschung der deutschen Sprache hat sich als eine der wesentlichen Schlüsselkompetenzen für Bildung herausgestellt. Dies gilt insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund. Die Sprachkompetenz und der erfolgreiche (Zweit-) Spracherwerb stellen eine entscheidende Hürde in der Bildungskarriere dar. Kinder, die ab Kitaeintritt die deutsche Sprache als Zweitsprache erlernen, können entwicklungsbedingt (kognitiv bereits auf fundiertes Sprachwissen in der Muttersprache zurückgreifen, sie besitzen ein umfassendes Weltwissen. Somit können sie die Zweitsprache (deutsch) auf sprachliches Vorwissen und kognitiven Fähigkeiten aufbauen.

Beim Eintritt in die Kindertageseinrichtung hören sich Kinder, die mit der deutschen Sprache noch nicht vertraut sind, zunächst einmal die Sprachmelodie an, bevor sie beginnen, mit grammatikalischen Strukturen umzugehen. Um diesen Kindern das Gefühl zu geben, dass sie verstanden werden und etwas bewirken können, eine wesentliche Voraussetzung für den Erwerb von Sprache, richten unsere Erzieher die Angebots- und Aktivitätsgestaltung so aus, dass die Kinder auch ohne hinreichende Sprachkenntnisse die Möglichkeit haben, sich auch nonverbal am Geschehen zu beteiligen.

Praxisbeispiele:

  • Bewegungsangebote

  • Lautspiele

  • Lieder

  • Reime

  • Bilderbücher

  • Handlungen sprachlich begleiten

  • Gegenstände zeigen und benennen

  • Gestik und Mimik zur Unterstützung einsetzen

  • An die Hand nehmen und begleiten

Wir sehen Mehrsprachigkeit nicht als Handicap, vielmehr als einen großen Bildungsschatz.

Bei all den genannten pädagogischen Angeboten gilt es, die Sprechfreude der Kinder zu erhalten oder zu wecken und handlungsbegleitend ihre sprachlichen Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Erfolgreiche Sprachbildung und Sprachförderung in einer Kindertageseinrichtung setzen voraus, dass dies regelmäßig Gegenstand in den Teamsitzungen ist. Wir besprechen dann nicht nur die Fortschritte, die die Kinder machen und weitere Fördermaßnahmen, sondern reflektieren auch unser eigenes Verhalten im Falle von kollegialer Beratung und Fallbesprechungen. Wir ergänzen unsere Beobachtungen und stellen uns dynamisch auf Veränderungen ein.

Die Spracherziehung kann und soll nicht alleinige Aufgabe der Kindertageseinrichtung sein. Die Eltern tragen eine hohe Verantwortung für die Entwicklung ihrer Kinder. Wir möchten die Eltern in die Sprachbildung und Sprachförderung mit einbeziehen, da dies unverzichtbar ist. Regelmäßige Entwicklungsgespräche mit Eltern begleiten die Sprachentwicklung des Kindes. Manchmal ist es unerlässlich, sich von zusätzlichen Stellen Hilfen und Anregungen einzuholen. Die Verantwortung für die Wahrnehmung dieser Angebote, z.B. Logopädenbesuch, liegt in der Verantwortung der Eltern.

„Sprache lernt man am Besten, wenn man gar nicht merkt, dass man sie lernt.“

5.6 Feinmotorik

Die Kinder unserer Einrichtung werden durch unterschiedliches (Spiel)material und Angebote im feinmotorischen Bereich täglich gefördert:

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M73af05f58ce0f969fe629b225a4dee41H0&w=300&h=300&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0-Perlen auffädeln

-Weben

-Steckspiele

-Kneten

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M76e64148bd1fa2e3e2b664f5f619b3f7H0&w=288&h=300&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0-Schneiden und Kleben

-Malen

-Konstruieren und Bauen

-Puzzeln

-Verschlüsse öffnen und schließen

-im Freispiel

5.7 Religionspädagogische Angebote

Die Pastoralreferentin bietet in regelmäßigen Abständen die „Kinderkirche“ für unsere Vorschulkinder in unserer Pfarrkirche an.

Da im Maxichor religiöse Lieder gesungen werden, gehört dieser ebenfalls zu den religionspädagogischen Angeboten.

Im Morgenkreis finden Gebete und konfessionell gebundene Lieder täglich ihren Platz und vor dem Mittagessen wird gemeinsam gebetet.

Unser Kindergarten richtet Familiengottesdienste gemeinsam mit den Kindern in der örtlichen Kirchengemeinde aus. (siehe Punkt 5.10)

5.8 Rituale

Die Kinder unserer Einrichtung erleben durch einen gleichbleibenden täglichen Ablauf Sicherheit. Diese Sicherheit wird durch unterschiedlichste Vorgehensweisen vermittelt.

Beispiele:

Zu Beginn des Kindergartentages wird von einzelnen Kindern ein ritueller Vorgang von den Eltern eingefordert: ein bestimmtes Buch vorlesen, ein bestimmtes Spiel spielen, eine Kuschelrunde, und der „Rausschmiss“ an der Gruppentür.

In unserem Tagesablauf sind ebenfalls viele Rituale für die Kinder zu finden. Sie geben einen festen Ablauf vor, die Kinder orientieren sich daran und fühlen sich sicher: der Morgenkreis, Spielen auf dem Außengelände, Mittagessen, schlafen gehen und Zähne putzen, sowie die Abholzeiten im Tagesablauf, sind immer wiederkehrende Punkte.

5.9 Musikalische und rhythmische Angebote

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Mf683e1dc9a164edea2a4c031414f8192o0&w=300&h=214&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0Im Morgenkreis wird täglich gesungen. Tänze, Bewegungsspiele und rhythmische Angebote sind im Alltag ein wichtiger und fester Bestandteil. 1x wöchentlich findet der Maxi-Chor bei uns in der Einrichtung statt.

5.10 Projektarbeit

2 bis 3 x im Jahr werden situationsbedingt zu bestimmten Themen Projekte gruppenübergreifend durchgeführt ( ein von den Kindern gewähltes Thema, dass von allen Erziehern durchgeführt wird), die im gesamten Kindergartenalltag ihren Platz finden: Lieder, Spiele, Kreativangebote, Experimente, religionspädagogische Angebote und Musik und Rhythmik.

5.11 Bewegungsangebot

1x wöchentlich finden gruppenintern Bewegungsangebote in der dafür ausgestatteten Turnhalle statt. Außerdem haben die Kinder die Möglichkeit außerhalb der Turntage die Turnhalle selbstgewählt zu nutzen, indem sie dort gemeinsam mit einer Erzieherin eine Bewegungsbaustelle aufbauen und sich darin mit bis zu 8 Kindern alleine bewegen.

5.12 Spiel auf dem Außengelände

Das Außengelände bietet unseren Kindern ausreichend Platz zum Spielen im Freien. Die Kinder können selbstbildend entscheiden wo, mit wem und was sie spielen. Zur Verfügung stehen mehrere große Spielgeräte zum Klettern, Rutschen, Balancieren, Hangeln und Verstecken.

Sandspielzeug und Fahrgeräte, sowie eine Matschbahn (witterungsabhängig) stehen zur freien Verfügung. Das Außengelände bietet viele natürliche Spielmöglichkeiten.

5.13 Schulkindförderung

Wir treffen uns regelmäßig mit allen Vorschulkindern der Einrichtung gruppenübergreifend. Feste Ausflüge mit den Vorschulkindern sind:

-Besuch der Feuerwehr

-Verkehrserziehung mit dem ADAC

-Ortsbegehungen öffentlicher Einrichtungen (Z.B. Grundschule)

- Besuch des Patenzahnarztes Dr. Winiarz

Spezielle Förderung erfahren die Vorschulkinder durch die Programme:

- „Lernen lernen“

- Kreativangebote speziell für Vorschulkinder

- Kognitive Angebote

- „ Mutig sein macht Spaß“

- Partizipation in allem Tun

- dem Maxichor

- Bib-fit ( Büchereiführerschein)

-Thematische jahreszeitlich eingebundene Ausflüge und Aktionen

5.14 Ausflüge und Feste

In unserer Einrichtung finden zu bestimmten Anlässen Feste und Ausflüge statt.

Diese werden im Laufe des Kindergartenjahres individuell und situationsbedingt geplant und durchgeführt.

5.14.1 Religiöse Feste

Feste die wir jährlich mit den Kindern planen und feiern:

Erntedank, Adventszeit und Weihnachten, Heilige 3 Könige, Blasiussegen, Aschekreuz, Karneval, Palmsonntag, Ostern und Pfingsten.

Kirchenjahreszeitliche Besonderheiten finden auch hier ihren Platz.

5.15 Gruppenübergreifende Angebote

Wir bieten den Kindern in unserer Einrichtung verschiedenste gruppenübergreifende Angebote an:

  • Bewegungsbaustelle

  • Kreativraum

  • Konstruktionsbereich

  • Ruhe-und Rückzugsbereich

  • Jungen- und Mädchenbereich

  • Zweite Ebene

  • Außenbereich

  • Cafeteria

  • Mittagessen

Die Kinder können nach Interesse entscheiden, in welchen Bereich sie spielen wollen.

5.16 Bildungsdokumentation

Die Grundlage für eine individuelle, stärkenorientierte und ganzheitliche Bildungsarbeit ist die regelmäßige altersintegrierte wahrnehmende Beobachtung des Kindes, gerichtet auf seine Möglichkeiten und auf die individuelle Vielfalt seiner Handlungen, Vorstellungen, Ideen, Werte, Problemlösungen u.ä.

Die Dokumentation über Bildungsprozesse des Kindes dient als ergänzende schriftliche Information der Eltern und ist Gegenstand von Entwicklungsgesprächen, die wir mindestens einmal pro Jahr anbieten. Spätestens 6 Monate nach Aufnahme des Kindes in unsere Einrichtung beginnen wir mit den Aufzeichnungen. Diese Aufzeichnungen werden in unserer Kindertageseinrichtung in Form von Portfolios gemacht, die die Eltern und Kinder jederzeit einsehen können.

5.17 Bildungsarbeit im U3 Bereich

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M5867c22c9df0643e36ee4321475f92a9o0&w=231&h=256&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0Unsere U3-Kinder werden in altersheterogenen Gruppen betreut; in jeder Gruppe 6 U3-Kinder.

Dies bedeutet:

  • Die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen

  • Die Auseinandersetzung mit älteren Kindern

  • Die Entwicklung des Regelverständnisses

  • Die Entwicklung der Sprachkompetenz

Durch diese Altersmischung erfahren auch die Größeren eine Bereicherung unter anderem in ihrer Sozialkompetenz:

  • Rücksichtnahme auf die Jüngeren

  • Die Jüngeren an die Hand nehmen und die Kita entdecken

  • Zurückstellen eigener Bedürfnisse

  • Vorbildfunktion

Die Kinder unserer Kita fühlen sich angenommen und zugehörig und können hier in eine Welt hinein wachsen, in der sie alle ihrer Potentiale entfalten dürfen.

Die Begeisterung für das Entdecken und Gestalten bringen die Kinder mit und so werden „Bildungsangebote“ verstanden als eine Einladung an das Kind sich aus sich heraus mit etwas zu beschäftigen.

Das Kind ist Akteur seiner eigenen Bildung ausgestattet mit Selbstbildungspotentialen als Motor für seinen Lern- und Erfahrungsweg.

Ziele:

  • Das Kind erfährt Verlässlichkeit und fühlt sich in unserer Kindertageseinrichtung geborgen.

  • Das Kind baut eine vertrauensvolle Beziehung zu den Erziehern auf.

  • Wir alle lernen von mit und untereinander.

  • Eltern und Erzieher pflegen einen respektvollen und professionellen Umgang.

  • Das Kind steht mit seiner Individualität im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit.

  • Interessen, Bedürfnisse, Stärken, Schwächen und Handicaps werden erkannt und ernst genommen.

  • Das Kind teilt seine Bedürfnisse mit.

  • Das Kind erfährt mit all seinen Sinnen die Umwelt.

  • Das Kind ist in der Lage eigenständig zu entscheiden.

  • Als konfessionelle Einrichtung erfahren die Kinder grundlegende christliche Werte.

  • Im altershomogenen Morgenkreis bekommt das Kind eine Vorstellung von seiner Umwelt.

6. Tagesablauf der Gruppen

07:00 Uhr bis 08:00 Uhr           Auffanggruppe in einer Gruppe

07:30 Uhr bis 10:15 Uhr            Frühstückszeit

07:00 Uhr bis 09:00 Uhr           Bringzeit

09:00 Uhr bis 09:30 Uhr           Morgenkreis mit Gebeten, Liedern, Gesprächen und Spielen

07:00 Uhr bis 12:00 Uhr/14:00 Uhr   Freispiel, Vorschulangebote, Angebote

11:45 Uhr bis 12:30 Uhr            Mittagessen und Zähne putzen „Ruhkinder“

11:45 Uhr bis 12:00 Uhr            1.Abholphase

12:45 Uhr bis 13:30 Uhr            Mittagessen und Zähne putzen „Wachkinder“

12:30 Uhr bis 14:00 Uhr/14:30 Uhr   Ruhzeit der „Ruhkinder“

13:45 Uhr bis 14:00 Uhr            2.Abholphase

14:00 Uhr bis 16:00 Uhr            Auffanggruppe in einer Gruppe

14:30 Uhr bis 16:00 Uhr            3.Abholphase

14:00 Uhr bis 16:00 Uhr            Freispiel, Vorschulangebote, Angebote

Je nach Wetterlage wird in der Freispielphase das Außengelände genutzt.

7. Selbständigkeit und Sozialverhalten

7.1 Frühstück und Mittagessen

Von 07:30 Uhr bis 10:15 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit im Flurbereich das Frühstück in Buffetform zu sich zu nehmen. Sie dürfen aus einem breiten Angebot selbständig wählen, was sie frühstücken möchten.

Wir achten auf eine gesunde und vielfältige Ernährung.

Es werden verschiedene Brotsorten gereicht. Ebenso stehen Milch, Wasser ständig als Getränk bereit. Als Belag werden unterschiedliche Wurstsorten sowie Käse, Marmelade usw. angeboten. 3x wöchentlich werden zusätzlich Cerealien gereicht.

Rohkost und Obst wird täglich angeboten. Bei der Zusammenstellung des Frühstücks haben die Kinder ein Mitbestimmungsrecht. Wünsche und Lebensunverträglichkeiten werden berücksichtigt. Bei der Ernährung wird auf den religiösen Hintergrund geachtet.

Von 11:45 Uhr bis 12:30 Uhr gehen die Ruhkinder zum Mittagessen in den Flur. Anschließend werden gemeinsam Zähne geputzt, die Kinder werden gewickelt und bettfertig gemacht und gehen mit einer Erzieherin schlafen.

Gegen 12:45 Uhr essen die übrigen Kinder gemeinsam im Flurbereich. Um ca. 13:30 Uhr werden die Zähne geputzt und die Kinder gehen in ihre jeweiligen Gruppen zum Freispiel.

Unser Essen beziehen wir vom Kindercatering Bittner aus Rheinberg.

Bei der Bestellung der Mahlzeiten wird auf ein ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Komponenten geachtet und die Kinder haben die Möglichkeit Wünsche bezüglich des Essens zu äußern.

Wir achten auf eine angemessene Tischkultur und gängige Tischmanieren.

7.2 Schlafen und Ruhen

Der Schlafraum ist für die Kinder bereits vorbereitet. Jedes Kind hat sein eigenes Nestbett mit seinem Schlafsortiment (Laken, Bettdecke, Kissen, Kuscheltier, eventuell Schnuller) Der Raum ist mit einem Vorhang verdunkelt und im Hintergrund läuft Entspannungsmusik. Die Musik läuft während der gesamten Ruhephase. Kinder, die wach werden, stehen leise auf und werden von einer Erzieherin entgegen genommen, gewickelt und angezogen.

7.3 Sauberkeitserziehung und Körperpflege

Die Kinder gehen vor und nach jeder Mahlzeit und nach jedem Toilettengang Hände waschen. Nach dem Frühstück können sich die Kinder ihre Zähne putzen, nach dem Mittagessen ist dies Pflicht.

Wir wickeln die Kinder zu festen Zeiten, aber auch nach Bedarf. Im Anschluss daran gehen sich auch die Wickelkinder die Hände waschen.

In Absprache mit den Eltern unterstützen wir beim „trocken“ werden, indem wir die Kinder auf die Lerntoilette setzen und zu den ersten eigenen Toilettenbesuchen stets begleiten.

7.4 Umgang mit Normen und Regeln

Die Kinder lernen bei uns mit Regeln umzugehen und diese einzuhalten. In regelmäßigen Abständen werden die Regeln im Team und mit den Kindern besprochen und gegebenenfalls geändert

8. Eingewöhnung

Die Aufnahme des Kindes in die unsere Kindertageseinrichtung stellt für Eltern und Kind eine große Herausforderung dar. Einerseits muss das Kind für eine längere Zeit die gewohnte und vertraute Umgebung des Elternhauses verlassen und sich auf ein neues Umfeld einlassen. Andererseits stellt diese Trennungssituation auch für die Eltern eine oft nicht zu unterschätzendes Schwierigkeit dar. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, den Eltern und Kindern hierbei hilfreich zur Seite zu stehen. Die Eingewöhnungsphase gestalten wir in Anlehnung an das Berliner Modell, welches 4 Phasen vorsieht und somit Eltern und Kind ermöglicht, sich schrittweise, behutsam begleitet in die neue Situation einzufinden. Um diese Aufgabe zu bewältigen, sind als Grundvoraussetzung eine Atmosphäre von Vertrauen, Sicherheit und Akzeptanz sowie eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern notwendig. Diese Basis ist grundlegend für das individuelle Einleben in den Alltag der Tagesstätte. Vielfältige Beschäftigungsangebote, wie gemeinsames Singen, kreatives Spielen, kleine Ausflüge und andere Aktivitäten als auch Hilfestellungen zur Bewältigung des Lebensalltags in der Gruppe bieten den Kindern die Möglichkeit, sich kennenzulernen, Freundschaften aufzubauen und ihre kleine Welt kindgerecht zu entdecken und zu verstehen. Vielen Kindern wird somit ermöglicht, sich ohne die Eltern zu bewegen und damit gleichzeitig wichtige Erfahrungen auf dem Weg in die erste kindliche Selbstständigkeit zu sammeln.

Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell

1. Grundphase

Die Bezugsperson kommt mit dem Kind zusammen in unsere Tageseinrichtung und verbringt dort gemeinsam ca. 1-2 Stunden für die nächsten 2-3 Tage in der jeweiligen Gruppe. Danach gehen sie gemeinsam wieder nach Hause.

Am ersten und zweiten Tag findet kein Trennungsversuch statt.

 2. Erster Trennungsversuch

Einige Minuten nach der Ankunft im Gruppenraum verabschiedet sich die Bezugsperson vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe.

Das pädagogische Fachpersonal entscheidet dann gemeinsam mit der Bezugsperson über die Dauer der dritten Eingewöhnungsphase.

3. Stabilisierungsphase

kurze Eingewöhnungszeit

(ca. 6. Tage)

Die Zeiträume ohne die Bezugsperson in der Gruppe werden vergrößert. Die Bezugsperson befindet sich in unserer Einrichtung.

 3. Stabilisierungsphase

längere Eingewöhnungszeit (ca. 2-3 Wochen)

Erst ab den 4.-5. Tag findet ein neuer Trennungsversuch statt. Erst wenn sich das Kind von dem pädagogischen Fachpersonal trösten lässt, werden die Zeiträume ohne die Bezugsperson vergrößert. Die Bezugsperson bleibt weiterhin in der unserer Einrichtung. 

  4. Schlussphase

Die Bezugsperson befindet sich nicht mehr in unserer Einrichtung, ist jedoch jederzeit erreichbar, falls die Intensivität der neuen Beziehung zum pädagogischen Fachpersonals noch nicht ausreicht, um das Kind in besonderen Fällen aufzufangen.

Natürlich agieren die Mitarbeiter stets individuell auf das jeweilige Kind; manche Phase des Berliner Modells durchläuft ein jedes Kind anders. Dort benötigt Kind X mehr Zeit, dort weniger. Die Bezugserzieherin wird sich flexibel mit den Eltern des Kindes besprechen.

9.Eltern

Die Eltern unserer Einrichtung sind uns sehr wichtig. Sie sind DER vorrangige Partner um Zugang und Bindung zu den Kindern aufzubauen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und uns ist die Grundlage eines jeden pädagogischen Ansatzes. Die Eltern und Erzieherinnen gehen eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft ein.

Unterschiedliche Erwartungen und Forderungen von Familien ergeben unterschiedlichste Angebote und Formen der pädagogischen Arbeit.

Elternbeirat, Elternsprechstunde und Elternabende sind drei der vielfältigen Möglichkeiten der Mitwirkung.

Durch die Dokumentation von Angeboten, Projekten und Infotafeln wird der Austausch zwischen Eltern, Kind und uns angeregt und Transparenz ermöglicht.

10. Öffentlichkeitsarbeit

Entwicklungsbegleitung von Kindern ist pädagogisches Handeln im        umfassenden Sinn - also nicht nur Umgang mit Kindern, sondern vielmehr eine fachkompetente Tätigkeit, die alle Bereiche einer Kindertageseinrichtung berührt. Hierzu zählen unter anderem die Zusammenarbeit mit Dritten und die Öffnung nach außen.

Wir sehen uns als kompetente Personen, zu deren Aufgabenfeld es gehört, die sozialpädagogische Arbeit in der Institution, ihre Schwerpunkte und Ziele der interessierten Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar zu machen.

Die Darstellung unseres spezifischen Profils unter anderem in der Konzeption, sowie in den Medien schafft eine gewollte öffentliche Beachtung und Diskussion unseres professionellen Handelns. Durch diese Vernetzung entsteht eine Ebene des Verständnisses sowie der Solidarität über die Kita hinaus. Es kommt zu einer Wertschätzung unserer pädagogischen Arbeit, die uns ermöglicht, die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse heutiger Kinder zu sensibilisieren.

Eine aktive Form der Öffentlichkeitsarbeit trägt somit nicht nur zur Stärkung des Berufsbildes bei, sondern bietet die Möglichkeit, effektiv als Bündnispartnerinnen von Kindern zu wirken. Erzieherinnen sind stets gefordert, über die Einrichtung hinaus ihr Bild vom Kind gegenüber Eltern, dem Träger, Politikern und der breiten Öffentlichkeit zu vertreten und auf dieser Grundlage zu agieren. Hieraus entwickeln sich Formen der Kooperation und Unterstützung, die unter anderem auch helfen, neue Ressourcen für die Arbeit mit Kindern zu erschließen.

11. Kooperation mit der Grundschule

Eine intensive Zusammenarbeit mit der Grundschule sehen wir als eine notwendige Unterstützung für die zukünftigen Schulkinder und deren Familien an. Der Eintritt in die Schule stellt ein Lebensereignis dar, das bereits vor dem Einschulungstag deutliche Veränderungen für den gesamten Familienverband mit sich bringt. Hier sehen wir es als unsere Aufgabe, diesen Prozess unterstützend zu begleiten. Unterrichtsbesuche, Kontakte zu Schulpatenkindern, LehrerInnen sowie dem weiteren Schulpersonal und ein Kennenlernen der Schulräume helfen den Kindern, sich mit dem neuen Lebensabschnitt vertraut zu machen. Es entwickelt sich ein realitätsnahes Bild, das eine Basis für eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik bietet. Durch Kontakte, Spiele und Gespräche wird das einzelne Kind gestärkt, sich auf das Neue einzulassen und selbstbewusst für seine Bedürfnisse einzutreten. Die Kooperation zwischen Kita und Schule beinhaltet darüber hinaus im Frühsommer eines jeden Jahres einen Kennenlernnachmittag zwischen den zukünftigen Schulkindern und deren Paten aus der 4. Klasse, sowie der neuen Klassenlehrer/in und Eltern. An diesem Treffen haben die Eltern der zukünftigen Schulkinder die Möglichkeit, erste Kontakte zu Lehrer/innen herzustellen und sich über pädagogische Inhalte und über den Weg zur Einschulung zu informieren und auszutauschen. Zusätzlich sehen wir in der Kooperation mit der Grundschule die Möglichkeit, das eingegangene Bündnis mit den Kindern über die Kita hinaus aufrecht zu erhalten und unser Bild vom Kind in weiterführende Institutionen zu tragen.

12.Zusammenarbeit mit externen Institutonen

    • ...mit der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern vor Ort
    • ...mit dem Jugendamt des Kreises Kleve
    • ...mit der Lebenshilfe und Frühförderung
    • ...mit der örtlichen Polizei und Feuerwehr
    • ...mit der Pfarrbücherei
    • ...mit allen Berufs- und Berufsfachschulen des Landkreises
    • ...mit anderen Kitas und Einrichtungen in der näheren Umgebung

13. Feste und Veranstaltungen für Familien und Öffentlichkeit

http://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.Mda2acd90a537e63d1e49f07776696e4co0&w=169&h=300&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0Im Laufe eines Kitajahres veranstalten wir verschiedene Feste gemeinsam mit Kindern und Eltern unter Einbeziehung der Öffentlichkeit. Diese Veranstaltungen bieten Gelegenheiten zum Kennenlernen von Erzieherinnen und Einrichtung und fördern neue, generationsübergreifende Kontakte zu anderen Menschen. Über die Zusammenarbeit mit Eltern hinaus verstehen wir uns als Teil des Gemeinwesens. Deshalb ist für uns die Akzeptanz und Unterstützung der MitbürgerInnen der Stadt von großer Bedeutung.

14. Teamarbeit

Damit der pädagogische Alltag in einer Kindertageseinrichtung gelingt, bedarf es einer intensiven kollegialen Zusammenarbeit. Gruppenübergreifendes Arbeiten setzt einen regelmäßigen Austausch aller Erzieher über alle Kinder voraus (nicht die Kinder meiner Gruppe stehen im Fokus, sondern alle Kinder der Kindertageseinrichtung) So ergibt sich eine umfassende Bildungsdokumentation.

Damit Teamarbeit gelingt gelten für die Erzieher der Kita St. Hubertus folgende Regeln, die gemeinsam erstellt wurden.

  • Wir gehen offen mit konstruktiver Kritik um

  • Wir sprechen nicht übereinander, sondern miteinander

  • Wir gehen wertschätzend miteinander um

  • Wir begehen gemeinsam neue Wege

  • Bei der Rollen-, Aufgaben- und Organisationsverteilung orientieren wir uns den Tätigkeitskatalog der Dienstanweisung

  • Wir tragen Verantwortung gegenüber den vereinbarten Zielen und Aufgaben

  • Wir hören gut zu

  • Wir gehen Kompromisse ein

  • Wir achten und unterstützen die gemeinsam aufgestellten Regeln und Normen

  • Wir informieren uns gegenseitig und geben unser Wissen weiter

  • Wir akzeptieren die Schweigepflicht und halten uns daran

    So ist es uns gelungen, ein ausgeprägtes Gefühl der Zusammengehörigkeit zu entwickeln.

    „Wir ziehen alle an einem Strang!“

15. Impressum

Katholische Kindertagesstätte St. Hubertus

Grünstr. 6

47509 Rheurdt-Schaephuysen

Tel.: 02845/69080

Email: kita.sthubertus-rheurdt@bistum-muenster.de

Erarbeitet und verfasst von:

Frau Ursula Kahle, administrative Leitung

Frau Stefanie Scholle, pädagogische Leitung und U3Fachkraft

sowie dem Erzieherteam in den Kitajahren 2014/2015 und 2015/2016

  1. Auflage Juni 2016

In Kürze anstehende Termine: