Für den Diözesanadministrator reagiert Kirche aus dem Evangelium heraus auf gesellschaftliche Fragen, „indem wir uns für den Schutz menschlichen Lebens, für die Bewahrung der Schöpfung, für den Frieden und für die Würde jedes Menschen einsetzen“. Dieses Engagement zeige sich auch und gerade vor Ort in den Pfarreien, wo die Kirchen in aller Regel im wahrsten Sinne des Wortes offen und einladend seien. „Wer sich einschließt, nicht in den Dialog geht und sich in der Gesellschaft ausgrenzt, der verrät das Evangelium. Jesus lehrt uns, auf alle Menschen zuzugehen und unsere Türen und unsere Herzen offen zu halten“, betont Hamers. Er dankt allen, die sich im Bistum Münster in diesem Sinne engagieren.
Zwar hätten die Kirchen im Bistum Münster gerade in den ländlichen Gebieten noch immer eine hohe Bedeutung. „Zugleich müssen wir so ehrlich sein, dass wir gerade im städtischen Bereich nicht alle Kirchen und kirchlichen Räume werden halten können. Wir stehen vor grundstürzenden Veränderungen, die uns auch dazu zwingen werden, Gebäude aufzugeben“, räumt der Diözesanadministrator ein. Offene Türen und offene Herzen seien nur möglich, wenn die Gläubigen aus ihrer Beziehung zu Jesus Christus handelten. „Zu Beginn der Fastenzeit lade ich Sie ein, die Beziehung zu Christus im persönlichen Gebet und in der gemeinsamen Feier der Gottesdienste zu bedenken und zu vertiefen“, wendet sich Hamers an die Gläubigen.